OT: Ist weniger dann besser? Und wieviel weniger? (Reiseberichte)

Der Blaschke, Samstag, 27.11.2021, 16:57 (vor 377 Tagen) @ Alibizugpaar

Hey.

Viele moderne Erscheinungen schätze ich so ein, wie es Christoph Süß in der BR-Sendung 'quer' mal anmoderiert hat: "Weite Teile unserer Gesellschaftsform haben wuchernden KONSUM-KREBS. Von allem immer mehr für noch weniger oder am besten gar nichts." Da zähle ich neben dem neuen Handy alle fünf Jahre eben auch den Verkehr dazu. 13 EUR im ICE Berlin - Köln ist für mich nichts anderes als im Lkw Mineralwasser von Italien sinnlos nach Schweden zu karren. Oder 3 T-Shirts für 5 EUR beim Kick. Viele Flugpreise sowieso, potenziert noch schlimmer.

Na ja - ich sehe bei der Denkweise aber ein Problem: wo willst du die Grenzen ziehen zwischen 'gesund' und 'Krebs'?

Alles quasi einfrieren und wieder leben wie zu Höhlenzeiten kann ja auch nicht die Lösung sein. Und di darfst ja z.B. auch nicht vergessen, wenn wir hier dann 3 Hosen kaufen und die nach 6 Wochen wegwerfen, schafft das für Näherinnen in Bangladesch Arbeit. Und wenn niemand mehr zur Serengeti-Safari fliegt, dann fehlen vor Ort Einnahmen für Schutzmaßnahmen.

Ganz so einfach ist das alles also nicht. Und so plakatives "Weniger ist besser" muss dann eben gar nicht mal stimmen.

Schlußendlich regelt es der Markt. Dagegen anzukämpfen, ist Humbug. Man müßte nur einen Weg finden, quasi die Umwelt als Marktbeteiligten zu betrachten und jede Umweltlast eben in die Produkte einpreisen. Inwieweit so Co2-Zertifikate und der Handel mit ihnen in diese Richtung gehen, kann ich mangels findierten Wissens nicht sagen.


Schöne Grüße von jörg


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