Fernbahnhof "Köln ICE" irgendwann sowieso notwendig. (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 11.03.2021, 17:17 (vor 1798 Tagen) @ Alibizugpaar

Hallo Alibizugpaar,

einen ICE Utrecht - Köln könnte man nur durchsetzen, wenn es gleichzeitig ersatzweise einen IC Amsterdam - Arnhem - Düsseldorf gäbe.

Die Absicht ist auch, nebst ICE International via Rennbahn auch einen IC200 via Arnhem und Ausbaustrecke anzubieten. Arnhem wird mit der Rennbahn ja nicht angebunden. Mit Nijmegen-Venlo elektrisch und Doppelspur kann man z.B. IC200 Arnhem-Nijmegen-Venlo-Köln/Düsseldorf anbieten.

In Köln direkt nach Deutz (statt Hbf) als neuer Centraal-Knoten, was aber einen komplett neuen Bahnhof Deutz (hoch/tief) erfordert.

"Köln ICE" ist irgendwann sowieso nötig, auch ohne Rennbahn Utrecht-Köln. Nur weil man Köln Hbf nicht mehr erweitern kann und sich unterirdisch schon die Stadtbahn befindet.
Die Rolle von "Köln ICE" wäre vergleichbar mit Amsterdam Zuid vs. Amsterdam Centraal.

In diesem Zusammenhang denke ich auch schon seit Urzeiten, wie eine schnelle Rhein/Ruhr-Bypass-Strecke aussehen könnte, damit ein ICE im NRW-Transit von Köln nach Münster nicht für alle Zeiten zwei Stunden braucht.

Dann müsste man eine Eiserne A1 bauen. Und dann Bahnhöfe wie "Wuppertal ICE" und/oder "Hagen ICE" in Kauf nehmen. Die Ceinture von Paris hat ja auch drei Bahnhöfe: Marne-la-Vallée-Chessy, Roissy-Charles-de-Gaulle und Massy. TGVs die den Bypass befahren, halten meistens in mindestens einem der drei Bahnhöfe. Ganz ohne Halt an Paris vorbei kommen nur sehr wenige TGVs.

Wahrscheinlich sind die Baustellen einfach zu gigantisch zu diskutieren und scharfe Argumentationen über denkbare Linienführungen würden direkt entgleisen. Sehr schade eigentlich, wohl doch vergebene Liebesmüh.

Stichwörter sind NIMBY und BANANA (Building Absolutely Nothing Anywhere Near Anyone).
Bei den Chinesen spielt das weniger. Wenn dort ein Baum gerodet wird, pflanzt man anderswo zwei neue.
Bei uns in NL muss ein Landwirt schon entschädigt werden, wenn er mit seinem Trecker wegen Beseitigung einer privaten BÜ mehr Diesel verbraucht.

NRW wird immer eine Rohrverstopfung bleiben. NRW kann in all seiner Unbeweglichkeit nicht einmal den Bahnhof Köln Süd kundenfreundlich bauen. Seit 30 Jahren schon nicht, und bis zum S-Bahn Westring wird es noch sehr lange Jahre dauern, viel zu lange.

Köln vermisst eine kapazitätsstarke Stadtbahn, so wie Amsterdam eine hat. Dadurch kann ein "Fernbahnhof" wie Amsterdam Zuid verkehrstechnisch gut funktionieren. Klar bleibt das Gefühl, in einem Betonviertel gedumpt zu werden, statt von einer Stadt empfangen zu werden, aber ab Zuid kann man unter Umständen genauso schnell in die Grachtengürtel sein als via Centraal.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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