Sammelantwort (Aktueller Betrieb)

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Sonntag, 10.05.2020, 08:01 (vor 27 Tagen) @ ICE 1517

Aphex Twin

Verglichen mit dem Lärm dass dies macht würde ich die Forderung der Anwohner nach zumindest einem Blinklicht als vollkommen angemessen bezeichnen.

Die Forderung gibt es nicht, zumal - wie du im verlinkten Video sehen konntest - Blinklicht und Halbschranken vorhanden sind, was nichts daran ändert, dass das Horn trotzdem mindestens 15. Sec. betätigt werden muss.
Wie man da auch lesen kann, hatte sich in Florida die Zahl von BÜ-Unfällen verdoppelt, während diese Regel dort vorübergehend ausgesetzt war.
Ich bin mir sicher, dass die Zahl in Deutschland halbiert werden würde. Es gibt meisens etwa 10 BÜ-Unfälle pro Monat, z.T. noch mehr! Im EF wurde das Thema behandelt.

In den USA wohnen entlang von Bahnstrecken ja auch überwiegend nur die unteren Einkommensschichten.

Kann ich nicht bestätigen. Entlang der North Jersey Coastline gibt es durchaus auch Villen.
Ich wohne zwar nicht direkt an der Bahnstrecke, kann aber die Züge trotzdem gut hören. Man gewöhnt sich an alles. Fluchzeuge machen beim airport in Newark deutlich mehr Lärm wovon ich hier zum Glück verschont bleibe.
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J-C

Ob das die Anrainer gut finden...

Es hat sich noch niemand beschwert. Die Bahnstrecke gibt es länger als die Anwohner.
Immerhin hört sich das K5LA wesentlich angenehmer an, als das Makrofon in Deutschland.

zu Recht. So ein Horn macht ja durchaus Krach, derweil ist ein BÜ dezenter. Wie oft bleibt der Schranken offen? Das ist nicht gerade häufig der Fall.

Das soll ja auch laut sein, sonst hätte es ja keine Wirkung.^^


Wer desöfteren einen BÜ überquert und oft genug keinen Verkehr erlebte, wird sich vielleicht denken, dass man nicht unbedingt anhalten muss, denn normalerweise kann man sich auf den Schranken verlassen und normalerweise passiert nichts.

Die Methode, welche in Europa angewandt wird, erweist sich unter den Gesichtspunkten als effektiv, da sehe ich keinen Grund für ein Hornkonzert.

Alle Amerikaner, denen ich erzählt habe, dass in Deutschland kein Horn bzw. nur an gänzlich ungesicherten BÜ's eingesetzt wird, konnten nur den Kopf schütteln.
Ich schüttle immer den Kopf, wenn ich sehe, wie Kopflos die Leute BÜ's überqueren und Schranken und Blinklichter z.T. vorsätzlich ignoriren. Daher ist das Horn umso wichtiger, damit die Leute auch wissen, dass sie nicht mehr lange warten müssen, weil es gibt viele BÜ's die technisch für durchfahrende Züge ausgelegt sind, aber noch eine Haltestelle davor liegt und der BÜ so immer einige Minuten zu ist, bevor der Zug endlich kommt, was viele dazu verleitet, BÜ's illegal zu überqueren.


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ICE 1517

Die Fahrschultheorie vermittelt das Andreaskreuz ja eigentlich auch als "Vorfahrt gewähren". Völlig konträr dazu ist jedoch die übliche Rechtsauffassung, dass man sich als Autofahrer an einem technisch gesicherten Bahnübergang auf die Technik verlassen darf und rüberfahren darf, wenn einem die Technik eben suggeriert, dass nichts kommt. Und dann wäre da noch die Ausgestaltung mancher Bahnübergänge, wo man im Gleis stehen muss, um überhaupt zu sehen, ob was von links oder rechts kommt. Das ist ziemlich problematisch, wenn auf den querenden Gleisen bis zu 160km/h gefahren werden dürfen.

Am manchen unübersichtlichen BÜ's gibt es trotz Halbschranken, 20 km/h La's, besonders dann, wenn Linksabbieger i.d.R. auf dem BÜ stehen bleiben oder oft Rückstau über den BÜ verursachen.

Ich hab da nicht wirklich eine Lösung für diese Widersprüche. Am interessantesten finde ich fast noch den Ansatz einer Mitschülerin in der Fahrschule damals, die aus Angst sich bei einem Bahnübergang die Augen zugehalten hat.

Eigentlich müsste es dem Stoppschild gleichgesetzt werden - im Zweifel aussteigen, nachsehen, dann rüberfahren. Wäre natürlich viel komplizierter als das Horn.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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