Vorfahrt gewähren (Aktueller Betrieb)

ICE 1517, Sonntag, 10.05.2020, 01:14 (vor 27 Tagen) @ 218 466-1

Dass die Leute blind auf die Technik vertrauen finde ich jedoch auch unverständich. Im Zweifel ist das Andreaskreuz als Stoppschild zu verstehen und niemand sollte einen BÜ überhaupt passieren, ohne sich zuvor zu vergewissern, dass kein Zug kommt - auch wenn ggf. vorhandene technische Sicherungen suggerieren, dass man nicht nach links und rechts sehen muss.

Die Fahrschultheorie vermittelt das Andreaskreuz ja eigentlich auch als "Vorfahrt gewähren". Völlig konträr dazu ist jedoch die übliche Rechtsauffassung, dass man sich als Autofahrer an einem technisch gesicherten Bahnübergang auf die Technik verlassen darf und rüberfahren darf, wenn einem die Technik eben suggeriert, dass nichts kommt. Und dann wäre da noch die Ausgestaltung mancher Bahnübergänge, wo man im Gleis stehen muss, um überhaupt zu sehen, ob was von links oder rechts kommt. Das ist ziemlich problematisch, wenn auf den querenden Gleisen bis zu 160km/h gefahren werden dürfen.

Ich hab da nicht wirklich eine Lösung für diese Widersprüche. Am interessantesten finde ich fast noch den Ansatz einer Mitschülerin in der Fahrschule damals, die aus Angst sich bei einem Bahnübergang die Augen zugehalten hat.


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