B-AMS: 30-45 Minuten Fahrzeitgewinn eher optimistisch. (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 28.01.2019, 11:10 (vor 2677 Tagen) @ JumpUp

Hallo JumpUp,

ich vermute, man möchten noch nicht allzu viel jubelschreien, da einige Sachen noch nicht sichergestellt sind.

- Beschleunigung Amsterdam - Berlin um ca. 15 Minuten und Umstellung auf ICE-Produkt
(also dieser ICNeu) ab 2023.

- Warum beträgt die Fahrzeitverkürzung Berlin - Amsterdam "nur 15 Minuten"?
1. Entfall Stendal + schnellere Fahrzeuge bringen ca. 15 Minuten

Fahrzeuge, wenn schneller, sind bestenfalls nur auf Oebisfelde-Spandau schneller. Auf der restlichen Strecke ist nicht das Fahrzeug sondern die Strecke Limitfaktor.
Lokbespannt 250 km/h fahren sehe ich nicht problematisch; SNCF tat das 1955 schon, erreichte damals sogar 330 km/h (auch noch unter 1500 V=) also ist 250 km/h unter 15kV~ wirklich ein Katzenspiel. Aber das hat selbstverständlich einen Preis, und die Frage ist ob man das dafür ausgeben möchte. Auch ist die Frage ob v>200 als lokbespannter Wagenzug heutzutage noch eisenbahngesetzlich zugelassen ist (nur als fester Zugverband wie z.B. railjet zugelassen?)

2. Auslassen von Minden, Bad Oeynhausen, Wolfsburg bringen nochmal 10 Minuten

Dafür aber Halt in Bünde.

3. Entfall Lokwechsel bringen ca. 5-10 Minuten

Bin ich mir nicht sicher. Es kann sein dass man die Zeit verbummeln muss damit der Zug wieder in den NL-Fahrplan passt.

4. ggf. Entfall Halte auf niederländischer Seite bringen nochmal 10 Minuten

Darüber ist das letzte Wort nicht gesagt. Auch hier ist es eine Sache von Einpassung in den Fahrplan. Almelo auslassen bringt nichts wenn man danach hinter die RB Enschede-Apeldoorn bummelt und schlussendlich doch am selben Zeitpunkt in Deventer ist. Dann doch lieber in Almelo halten, dann hat die Stadt und Umkreis auch etwas vom Zug.

Aktuell untersucht unsere Bahn die Möglichkeit beschleunigter Trassen mit Beibehalt des Grundtaktes. Zuerst ist Den Haag-Groningen dran.
Wichtige Unterschiede mit Hengelo-Amsterdam:

1. Auf Den Haag-Groningen ist durchschnittlich weniger los als auf Amsterdam-Hengelo. Also weniger Chance auf Trassenkonflikten.
2. Den Haag-Groningen hat eine Teilstrecke mit ETCS, erlaubt also 160 statt 140. Auf Amsterdam-Hengelo bleibt es vorerst bei 140.
3. Auf Den Haag-Groningen handelt es um einige beschleunigte Zugpaare und nicht um einen Zweistundentakt.
4. Durchschnittlicher Halteabstand ist auf Den Haag-Groningen jetzt schon grösser als auf Amsterdam-Hengelo mit Auslassung von Hilversum, Apeldoorn und Almelo.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum