+1 für alles - ein wichtiger Punkt! (Fahrkarten und Angebote)

agw, NRW, Sonntag, 25.02.2018, 20:11 (vor 2948 Tagen) @ Junior

wenn aber bei der U-Bahn eine Streckensperrung herrscht, hilft auch ein Takt früher nichts


Ein sehr wichtiger Punkt, der bisher zu kurz kam in der Diskussion! Die Gegner einer Kulanz- oder zu ändernden Regelung tun zu oft so, als ginge es nur um Fälle, in denen man - meist auch noch aus purer Absicht und Berechnung - einen 3-Minuten-Anschluss an den Beginn der Reisekette setzt, obwohl man auch 10 Minuten früher hätte fahren können. Es geht aber eben auch um weniger dichte Takte oder eben Betriebsstörungen & Co.

Ich fahre also extra früh, mit Puffer, durch eine große Störung verpasse ich den Zug dennoch, und dann soll ich genauso behandelt werden wie jemand, der 2 Stunden länger bei Oma zu Besuch bleiben will und deshalb beschließt, seinen gebuchten Zug sausen zu lassen und einen anderen zu nehmen? Das darf meiner Meinung nach nicht sein!

Jo, das ist ein wichtiger Aspekt. Man wird durch so ein Verhalten im Durchschnitt nicht belohnt.
Ich denke aber, dass die Fahrpläne von Bus & Bahn eben nicht für Anschlussgarantien gemacht sind. Ich vermeinde Bus und Tram wo es geht, aber wenn mir selber irgendwo ein Null-Minuten-Anschluss angeboten wird, bei einem Bus, der bei mir schon oft 2-3 Minuten zu spät losfährt, dann weiß ich doch, dass das nicht klappt.

Der Zub muss an 100% korrekte Verspätungs- und Anschlussdaten kommen. Bei Null-Minuten-Anschlüssen kann man sich denken warum.
Wenn dann mal der Bus die Türen nicht rechtzeitig aufbekommt oder der Kinderwagen in der Tür stecken bleibt, dann ist das Geheule groß, wenn der Zub es nicht anerkennt.
D.h. schon mal, dass die Mindestumstiegszeit passend erhöht werden muss, so wie die Bahn das bei sich auch macht.
Was vielleicht heute schon ginge: Bei Nutzung nur eines Busses mit erhöhter Mindestumstiegszeit, gibt es Kulanz im Zug. Eventuell ja auch keine komplette Freistempelung, sondern z.B. "nur für nächstmögliche Verbindung" oder sowas. Dann wäre es immer noch kein Flexpreis.

Wie du schreibst, sind die zusätzlichen Puffer, die man einplant, praktisch verschenktes Geld, schon wenn man nur mit der Bahn fährt. Das liegt eben an den extrem dünnen Takten:
Habe ich eine Verbindung mit knappem Umstieg und einen Flexpreis, fahre ich ja trotzdem oft eine S-Bahn früher plus einen ICE früher, damit ich den Anschluss zum Zweistundentakt im nirgendwo nicht verpasste. Die schlechte Leistung der Bahn nötigt einen also dazu, besonders große Puffer einzubauen, bei einem Flexpreis!
Bei einem Sparpreis darf man das ja nicht im FV, sodass die meisten wohl nur im NV-Abschnitt einen Takt eher wählen.

Die armen Leute, die immer zu hause noch den Bus zur Bahn nehmen müssen, tun mir echt leid, gerade, wenn es eingetlich "gute" Anschlüsse gibt, muss man dann einen Takt eher fahren.
Bezahlen tut man das mit seiner eigenen Zeit. Wenn man sich einige hier so anschaut, scheint denen ihre eigene Zeit nichts wert zu sein, jedenfalls tun sie so bei anderen.

Dass es viele Maxe aus Schwerin gibt, mag sein. Allerdings hat die Bahn diese ganzen Maxe bisher nicht zum Anlass genommen auf ihren eigenen Schienen auch nur ein Prozent pünktlicher zu werden.
Scheinbar fallen die Maxe gar nicht ins Gewicht, wenn man das große ganze betrachtet. Ich lasse mir mit erhöhter Pünktlichkeit (98%?) in der Jahresstatistik aber gerne das Gegenteil beweisen.


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