Fragen kostet nichts - eigener Erfahrungsbericht (Fahrkarten und Angebote)

Ösi, Sonntag, 25.02.2018, 14:22 (vor 2950 Tagen) @ Oberschlesier

Dass die Bahnseite eine Verbindung anzeigt, heißt noch nicht, dass dort ein offizieller Anschluss besteht (diese Bahnseitenanschlüsse müssten durch alle Beförderer in Deutschland offiziell anerkannt werden). Innerhalb des städtischen Verkehrs (Bus&Tram) werden oft überhaupt keine Anschlüsse gewährleistet. Besonders spannend ist bei einer letzten Tagesverbindung.

Das ist aber eine reine Definitionssache. Die Bahn könnte diese Anschlüsse einseitig anerkennen - die Kosten sind, wie gesagt, vernachlässigbar.

Da gebe ich dir Recht zu, aber kann ich mit diesen Systemen 3 Wochen später eine Fahrt nachvollziehen?

Mit den Systemen der Verkehrsunternehmen: Aber sicher. Allein schon zur Bearbeitung von Beschwerden müssen die Fahrzeiten längere Zeit aufbewahrt werden.

Auch wenn ja, müsste die Bahn den Zugang zu internem System garantieren, da andere Verkehrsunternehmen sollen auch nachvollziehen können, ob ein Zug verspätet war. Das kostet auch.

Warum? Bahn und Bus haben keine Zugbindung (oder "Busbindung"), insofern ist es für die Verkehrsunternehmen irrelevant. Abgesehen davon könnte man bei der Gelegenheit gleich die Geheimhaltung aufgeben und die Daten frei zur Verfügung stellen ("Open Data") - anderswo längst üblich.

Ich verstehe, aber wenn ich mir eine Netzkarte kaufe, kann niemand mehr nachvollziehen woher ich komme (aus welchem Ort) und die Wahrscheinlichkeit das irgendein Anschluss im Netz nicht klappt, doch größer (mindestens genauso groß) ist, als die, dass eine bestimmte Bus-Verbindung die Verspätung bringt.

Es reicht aber nicht, dass irgendeine Verbindung nicht klappt. Es muss erstens eine Verbindung sein, die vom Ticket abgedeckt ist, zweitens muss es die letzte Verbindung sein, die planmäßig noch klappt (bzw. muss eine frühere Verbindung so katastrophal verspätet sein, dass auch hier der Anschlussbruch gegeben ist), drittens muss die Verspätung so erheblich sein, dass der Anschluss wirklich platzt und viertens darf es keine Alternativverbindung geben, die noch klappt.

Diese Bedingungen mit einer fiktiven Verbindung zu erfüllen, wird selbst im dichten Stadtverkehr schwierig. Insbesondere muss eine solche Verbindung auch erst einmal gefunden werden, und selbst wenn, würde einem diese Verbindung nur ermöglichen, den nächsten Zug zu nehmen. Der einzige Sinn könnte also sein, bewusst einen Zug früher zu buchen, weil der Sparpreis für den nächsten Zug teurer ist, und darauf zu spekulieren, dass es eine solche Verbindung gibt.


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