fehlende HGV-Netzgedanke bei DB Fernverkehr? (Allgemeines Forum)

Lumi25, Samstag, 19.09.2009, 02:51 (vor 6062 Tagen) @ Oscar (NL)

Das HGV-Netz in Deutschland ist eine einzige Fehlplanung. Man hätte sich hier in Deutschland erst mal entscheiden müssen was man will. Entweder HGV wie ihn damals die Bundesbahn mal plante oder einen HGV wie ihn sich die Politiker vorstellen.

Umgesetzt worden ist letzteres. Für Haltabstände von 100 km ohne Halt braucht man aber keine trägen ICE 1 oder ICE 2 für 250-280 km/h. Da hätte es die IC-Flotte mit 200 km/h auch getan.

Genau das ärgert mich mittlerweile immer mehr. Man zahlt hier mittlerweile Premiumpreise für 0-5 Minuten Fahrzeitgewinn. Man belastet die ICE-Flotte so sehr das man schon bei kleineren Engpässen auf Ersatzzüge angewiesen ist.

Der ICE ist zwar ein Imageträger aber auch nicht mehr. Bisher hat die ICE-Flotte nur eines gebracht nämlich hohe Kosten. Es ist ja nicht das erste mal, dass es mit ICE3 und ICE-T Probleme gibt. Irgendwie muss das ganze nachher wieder reinkommen. Was macht man also? Man erhöht die sowieso schon überhöhten Fahrpreise noch mal.

Man sollte entlich zum IC-Konzept zurückkehren (was auch heißt zurück zum 1h-Takt) und nicht so ein Popeltakt wie auf der ICE-Linie 41 zwischen Essen und Frankfurt.


Mal ein anderes gutes Beispiel:

Die ÖBB haben sich den Railjet angeschafft. Eigentlich hätte man diesen gar nicht gebraucht. Eine IC-Flotte für 200 km/h hätte es auch getan. Demnächst will ein privates Bahnunternehmen zwischen Wien und Salzburg fahren und zwar mit 200 km/h schnellen Stadler-Dostotriebzügen.


Die DB AG würde ganz schön alt aussehen mit ihrer unzuverlässigen ICE 2-Linie 10 Köln/Düsseldorf-Berlin (wo Ersatzzüge wegen ICE-Mangel mittlerweile auch zum Alltag gehören), wenn dort plötzlich jemand käme und ähnlich wie zwischen Salzburg und Wien mit 200 km/h schnellen Dostotriebzügen fahren würde.


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