Streikankündigung richtig und nötig (Allgemeines Forum)

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Sonntag, 22.02.2015, 21:25 (vor 4067 Tagen) @ gnampf

Und warum sollte das nicht zulässig sein? Selbstverständlich ist es das. Es mag das Recht der GdL sein für Tarifpluralität zu streiken, aber damit ist die DB nicht lange nicht verpflichtet eine Tarifpluralität zu akzeptieren.

Dann musste sie eben mit den Streiks leben.

aber er hat behauptet, das er einen gemeinsamen Vertrag nicht unterscheiben will. Warum müssen es 2 Schriftstücke sein, in denen das gleiche steht?

Weil die DB nur mit der EVG verhandeln wollte, mit der GdL nur "darüber sprechen" (= nicht verhandeln!), ohne dass die GdL aktiv Einfluss darauf hätte nehmen können.
Die DB wollte der GdL erlauben, dem TV zuzustimmen, eine Möglichkeit der Ablehnung war jedoch nicht vorgesehen.
In den Medien wurde das jedoch völlig verschwiegen, sondern so dargestellt, als ob die DB der GdL die gleichen Rechte wie der EVG zugestanden hätte, was vor dem letzten Steik aber zu keinem Zeitpunkt der Fall war.

Wer sagt, daß sie damit überfordert ist? Sie sieht nicht ein die Kosten und Nachteile dieser Forderung zu tragen, die absolut sinnlos ist. Und im Gegensatz zu kleineren EVU kann sie es sich leisten dagegen anzugehen.

Herr Weber sagt das doch. Dass dadurch höhere Kosten entstehen ist schlichtweg falsch.

Hast du die Angebote zu lesen bekommen? Wenn ja, hast du mal eine Kopie für mich, in fine sie leider nirgends.

Ein Beispiel hier.
Es war nur eine Lohnerhöhung in drei Stufen und stets die Vorbedingung "Die DB kündigt der GDL einen Vorschlag über Regelungen zu materiellen Inhalten und zur gleichzeitigen Vermeidung konkurrierender Tarifverträge an." enthalten.
Die pdf mit dem damaligen TV-Entwurf mit den vorgesehenen Verhandlungschema existiert leider nicht mehr.

Es stünde der GdL ja jederzeit frei, wieder mit Streiks anzufangen, wenn die DB nicht mehr mit ihnen verhandeln oder auf ihre Forderungen eingehen will. Keiner zwingt sie ihre Unterschrift unter den Vertrag zu setzen, der ihnen nicht gefällt. Deswegen aber von Anfang an jegliche Verhandlung zu verweigern zeigt, daß es wohl doch um etwas anderes geht.

Das macht die GdL doch die ganze Zeit.

Die GdL hat das Recht für alles mögliche zu streiken. Und die DB hat das Recht der GdL zu sagen, dass sie diese Forderungen nicht akzeptieren wird. Die GdL hat das Recht, sich beim ganzen Volk unbeliebt zu machen. Das ganze Volk hat das Recht, die GdL das auch spüren zu lassen.

Die DB verweigerte das Grundrecht eines eigenstädingen TV für GdL Mitglieder und ist daher der Auslöser der Streiks. Insofern sollte das Volk auf die DB sauer sein.

Die DB ist doch der GdL immer weiter entgegen gekommen, in den Punkten, die für sie verhandelbar sind. Wenn du mit entgegenkommen jedoch meinst, daß die DB sämtliche Forderungen der GdL einfach uneingeschränkt akzeptieren soll, dann... dumm gelaufen, denn so läuft das eben nicht. Hat auch jeder Verständnis, für, außer der GdL-Führung und manchen ihrer Mitgliedern.

S.o. Die Vorbedingung der DB mit Tarifeinheit verhinderte die Verhandlungen. Die fünf Forderungen selbst waren und sind stets verhandelbar und seit die DB diese abgelegt hat wird auch darüber verhandelt.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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