Streikankündigung richtig und nötig (Allgemeines Forum)

gnampf, Sonntag, 22.02.2015, 20:27 (vor 4064 Tagen) @ 218 466-1

Nein, die DB will verweigern, dass die GDL-Mitglieder für die gleiche Tätigkeit einen anderen Vertrag bekommen, als die EVG-Mitglieder oder Gewerkschaftslose.


Und genau das ist nicht zulässig.

Und warum sollte das nicht zulässig sein? Selbstverständlich ist es das. Es mag das Recht der GdL sein für Tarifpluralität zu streiken, aber damit ist die DB nicht lange nicht verpflichtet eine Tarifpluralität zu akzeptieren.

Es steht der EVG natürlich frei, einen gleichwertigen TV auszuhandeln. Weselsky hat nie behauptet, dass sich der TV von dem der EVG deutlich unterscheiden muss.

aber er hat behauptet, das er einen gemeinsamen Vertrag nicht unterscheiben will. Warum müssen es 2 Schriftstücke sein, in denen das gleiche steht?

Komisch, dass das bei anderen EVU problemlos funktioniert, und ausgerechnet die DB soll mit unterschiedlichen TV überfordert sein?

Wer sagt, daß sie damit überfordert ist? Sie sieht nicht ein die Kosten und Nachteile dieser Forderung zu tragen, die absolut sinnlos ist. Und im Gegensatz zu kleineren EVU kann sie es sich leisten dagegen anzugehen.

Die "Angebote" der DB waren eindeutig. Bei Nicht-Zustimmung beider Gewerkschaften, wollte sich die DB die Option offen halten, bei ZUB wieder nur mit der EVG weiter zu verhandeln. Das konnte die GDL durch die vorherigen Streiks bereits verhindern.

Hast du die Angebote zu lesen bekommen? Wenn ja, hast du mal eine Kopie für mich, in fine sie leider nirgends.
Es stünde der GdL ja jederzeit frei, wieder mit Streiks anzufangen, wenn die DB nicht mehr mit ihnen verhandeln oder auf ihre Forderungen eingehen will. Keiner zwingt sie ihre Unterschrift unter den Vertrag zu setzen, der ihnen nicht gefällt. Deswegen aber von Anfang an jegliche Verhandlung zu verweigern zeigt, daß es wohl doch um etwas anderes geht.

Nein überhaupt nicht legitim sondern eine dreiste Frechheit von Herrn Weber. Das Gesetz ist nunmal nicht da, es gibt Tarifpluralität und daher hat die GDL das Recht alle ihre Mitglieder zu vertreten.

Die GdL hat das Recht für alles mögliche zu streiken. Und die DB hat das Recht der GdL zu sagen, dass sie diese Forderungen nicht akzeptieren wird. Die GdL hat das Recht, sich beim ganzen Volk unbeliebt zu machen. Das ganze Volk hat das Recht, die GdL das auch spüren zu lassen.

Herr Weber war jeweils schon über Wochen im Voraus bekannt, dass es zu Streiks kommen wird, wenn er stur bleibt und er hätte die Möglichkeit gehabt, die Streiks abzuwenden, indem er der GdL entgegengekommen wäre, wenn ihm etwas an den Fahrgästen (und an der DB übrigens auch) liegen würde. Diese Möglichkeiten hat Herr Weber ungenutzt gelassen. Im Gegenteil: Herr Weber steuert mit dem "Spiel auf Zeit" sogar gezielt auf Streiks hin. Die Traifeinheit ist ihm wichtiger, als die Fahrgäste.

Die DB ist doch der GdL immer weiter entgegen gekommen, in den Punkten, die für sie verhandelbar sind. Wenn du mit entgegenkommen jedoch meinst, daß die DB sämtliche Forderungen der GdL einfach uneingeschränkt akzeptieren soll, dann... dumm gelaufen, denn so läuft das eben nicht. Hat auch jeder Verständnis, für, außer der GdL-Führung und manchen ihrer Mitgliedern.

Dann wären die Streiks nahezu wirkungslos, da die DB möglichst viele Nicht-GdL Mitglieder an den entsprechenden Tagen einsetzten würde. Das ist nicht der Sinn eines Streiks.

Oh, plötzlich wird die DB wieder für so flexibel gehalten, daß sie innerhalb kürzester Zeit die gesamten Pläne umwerfen kann, Beamte umkoordinieren kann, etc. um die Folgen von beschränkten Streikts auszugleichen? Komisch, daß sowas dann nur bei Streiks und sonst nie klappt.

Alle fünf Forderungen der GdL sind in absolut akzeptablem Rahmen. Lange hat sich die DB nur geweigert, mit der GDL überhaupt darüber zu verhandeln. Das war das einzige Problem.
Wenn es nun zu Streiks kommen wird, dann sind das die ERSTEN Streiks in dieser Tarifrunde, die mit der Verhandlung über die Forderungen begründet sind. Alles 2014 ging ja nur um die Tarifpluralität.

Ähhh... umgekehrt wird ein Schuh draus, lange hat sich die GdL geweigert mit der DB zu verhandeln, solange die DB ihre unsinnige Hauptforderung nicht zu 100% erfüllen will.
Um was gehts denn jetzt, wenn nicht um Tarifpluralität? Den Ankündigungen nach geht es wieder genau darum.

Wenn etwas daneben ist, dann das bisherige ausbleiben von unbefristenten Streiks.

Jau, bin ich auch dafür. Und wenn die GdL dann aufhört zu streiken, weil der Beamtenbund z.B. ablehnt weiter dafür zu löhnen, dann bitte die gleiche Zeit mit Aussperrungen weiter machen.


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