Die Politik machte aus der DB was sie heute ist (Allgemeines Forum)

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Freitag, 20.02.2015, 17:21 (vor 4063 Tagen) @ GUM

Die Tf, Fdl, Zub haben von einer attraktiven materiellen und physischen Ausstattung der Bordgastronomie jede Menge: Mehr Kunden bedeuten mehr Umsatz und damit Deckungsbeitrag. Die Gewinnziele und die Mindestabführung an den Bund lassen sich leichter erwirtschaften, eine höhere Eigenkapitalrendite wird erzielt.

Der DB Konzern hat 2012 einen Rekordgewinn von gut 2,7 Milliarden Euro erzielt!
Da gibt es keinen Grund für die Gewerkschaften, sich darum zu kümmern, dass der Arbeitgeber noch mehr verdient. Das kann Herr Grube selbst schon, du kannst ihm vertrauen - und genau deshalb ist die Bordgastronomie eben nicht so gut ausgestattet, bzw. in DoIC wird sie gänzlich fehlen, da Verluste so vermieden werden.
Es gab mal solche Züge wie du sie dir wünschst: TEE
Aber damit lässt sich eben keinn höherer Umsatz erzielen, sonst hätte die DB schon längst entsprechende Maßnahmen ergriffen.

Doch hat es, siehe oben. Wird das Unternehmen bis auf den letzten Cent ausgepresst, dann bleibt für niemanden etwas übrig. Und dann gibt es halt 72 Plätze in einem B-Wagen des Velaro und die 2+2 Bestuhlung im Premium-Bereich des Nahverkehrs.

Das ist ein Problem der Politik, nicht der Gewerkschaften. Die Politik wollte die DB als Wirtschaftsunternehmen und geizt mit dem Geld für den SPNV. Daher die enge 2+2- Bestuhlung in allen Faherzeugen. Da hat die GDL keinen Einfluss darauf.
Alles was keinen Gewinn erzielt wurde eingespart und bzgl. des Umsatzes wäre alles andere sogar kontraproduktiv. Ein gut ausgestattestes Restaurant würde wohl kaum soviele zusätzliche Kunden ziehen, um die höheren Kosten auszugleichen.

Ich wäre ja auch für besser ausgestattete Züge und mehr FV auch in der Fläche und günstigere Preise, (habe ich in entsprechenden Themen auch mehr als einmal aufgezeigt) aber dafür ist hier der völlig falsche Ansatzpunkt.

Genau so. Und die letzten verbliebenen Fürsprecher unter den Bahnkunden zu vergraulen.
Im Fernverkehr gibt es so etwas wie "Zwangskunden" nicht. Es stehen viele generische Alternativen zur Verfügung. Von Mietwägen, Billigfliegern über Luftfahrtgesellschaften bis zum eigenen Auto.

Sage dass Herrn Weber! Obwohl er genau weiß, dass gestreikt werden wird, wenn er die Verhandlungen blockiert, zeigt er keinerlei Einsicht. Die Kunden sind ihm völlig egal!

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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