Keine Panik (Allgemeines Forum)

kater_k, BBRN, Donnerstag, 19.02.2015, 10:37 (vor 4064 Tagen) @ Colaholiker

Und nein, es gibt nicht immer Alternativen. Was soll jemand, der kein Auto hat, nicht arbeitsplatznah wohnt und auch keine Kollegen in der Umgebung hat, die ihn mitnehmen können, machen? Fahrrad ist nur bis zu einer gewissen Entfernung (für jemanden, der nicht trainiert ist, sagen wir mal hoch gegriffen 20 km) noch sinnvoll machbar, Taxi fahren bedeutet je nach Entfernung, daß man an dem Tag mehr Geld für den Weg zur Arbeit ausgibt, als man verdient (habe ich aus Spaß mal durchgerechnet, bei mir wäre das tatsächlich der Fall, was aber auch an den exorbitant hohen Taxipreisen in Frankfurt liegt), ... was bleibt da noch?

Absolut kein Verständnis habende Grüße,
der Colaholiker

Es gibt doch mittlerweile unzählige Artikelserien in ungefähr sämtlichen Illustrierten und Zeitungen darüber, welche Konsequenzen der Streik für Arbeitnehmer hat, die deshalb nicht zur Arbeit erscheinen können. Scheinbar sorgt der latent hohe Blutdruck des gemeinen Deutschen recht zuverlässig für hohe Klickzahlen bei Themen mit Streikbezug.

Was also heißt das für den verständnislosen Colaholiker? Zuerst einmal trägt er das Wegerisiko, muss sich also selber um seinen Weg von und zur Arbeit kümmern. Das heißt in der Konsequenz nach der BAG-Rechtssprechung, dass er zumutbare andere Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit in Betracht ziehen muss. Auch Laien wissen natürlich längst, dass die Frage der Zumutbarkeit immer im Einzelfall beantwortet werden muss. Ein ein, zwei Stündchen längerer Arbeitsweg an einzelnen Streiktagen dürfte einem gesunden Arbeitnehmer wohl zugemutet werden können, eine Abfahrt schon am Vorabend mit Hotelübernachtung dagegen nicht.

Also: Was nicht geht, geht halt nicht. Rausgeschmissen wirst du dafür nicht.


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