In der Sache ja nicht falsch... (Allgemeines Forum)

Destear, Berlin, Dienstag, 04.11.2014, 23:06 (vor 4174 Tagen) @ martin.elsner

...vor allem bezüglich der überspitzten Formulierung, dass sei ein Krieg. Das Streikrecht ist auch ein Institut zur Sicherstellung gleichwertiger Lebenbsbedingung und damit letztlich zur Schaffung gesellschaftlichen Friedens, der unter gleichen Lebensbedingungen wesentlich stabiler ist. So weit, so gut. Wenn dieses Recht natürlich massiv missbraucht wird, wie es hier der Fall ist, kehrt sich das Ganze um und das Streikrecht wird seines Zwecks vollkommen beraubt.

Den Worten des GDL-Vorsitzenden darf man ja durchaus unterstellen, dass er große Lust an all diesen Ereignissen empfindet, er ist jedenfalls recht nah dran an einer kriegsähnlichen Sprache. Und da ja nun unzweifelhaft ist, dass er als Vorsitzender für die Streikteilnehmer_innen spricht, schließen sich diese automatisch dem Kurs, der Wortwahl und dem Verhalten ihres Vorsitzenden an. Das ist kein Krieg, aber die Stiftung massiven gesellschaftlichen Unfriedens.

Die Aufschrift auf dem ersten Blatt mag unnötig sein, so sehe ich das zumindest. Aber es ist ein Indiz dafür, dass die gesellschaftliche Akzeptanz dieser Berufsgruppe schwindet, und auf Dauer wird das sehr große Nachteile für die Betroffenen haben. Leider auch für die, die sich nicht an dieser Aktion beteiligen.

Mir scheint, von mancher Seite wird zu häufig vergessen, was für langfristige Folgen manche Verhaltensweisen haben und dass es beim Beruf nicht ausschließlich nur ums Geld geht, sondern auch um die Anerkennung - wenn letztere verloren geht, wird es auch schwieriger werden, für mehr Geld zu kämpfen.

Aber ich hab's vergessen - die GDL kämpft ja hier um Machtansprüche.


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