Zugkreuzung auf der Paartalbahn (Allgemeines Forum)

naseweiß, Sonntag, 27.01.2013, 17:06 (vor 4826 Tagen) @ Reisender

Fraglich ist schon, ob man einen Halbstundentakt bis Ingolstadt auf der Paartalbahn bei der vorhandenen Infrastruktur überhaupt realisieren könnte, ohne z. B. weitere Überholgleise zu bauen. Nach dem aktuellen Fahrplan verlässt die BRB zur Minute 28 den Bahnhof Schrobenhausen in Richtung Ingolstadt. Würde man in Ingolstadt eine zweite BRB in Richtung Augsburg aus dem 30-er Knoten losfahren lassen, würde dieser Zug wohl mit der BRB aus Schrobenhausen kollidieren. Wo sollten diese Züge denn auf der eingleisigen Strecke Ingolstadt-Schrobenhausen kreuzen können?

vorhandener Stundentakt:
- Schrobenhausen 28 -> Ingolstadt 44
- Ingolstadt 11 -> Schrobenhausen 27

30 min versetzt dazu wäre:
- Schrobenhausen 58 -> Ingolstadt 14
- Ingolstadt 41 -> Schrobenhausen 57

Die Züge sollen also in Ingolstadt fast gleichzeitig ankommen (14, 44) und abfahren (11, 41). Von Ingolstadt bis zum Betriebsbahnhof Seehof ist die Strecke über 4,9 km zweigleisig, bzw. Paar- und Donautalbahn führen nebeneinander mit Gleiswechseln in Seehof. Also müsste die eine Richtung das eine und die andere Richtung das andere Gleis nutzen. Für die Paartalbahn allein kein Problem, denn bis der ausfahrende Zug in Seehof ist, ist der ankommende schon längst dort gewesen und in Ingolstadt, 4,9 km schließlich 3-4 min Fahrzeit.

Konflikte gäbe es aber mit der Donautalbahn oder ggf. auch mit der Münchner Strecke, wenn man im Südkopf des Bahnhofs Ingolstadt die Gleise wechseln muss. Denn ein Gleis von Seehof führt westlich von der Münchner Strecke in den Bahnhof, das andere per Überwerfung östlich. Das östliche wird vermutlich von den Donautalzügen bevorzugt, damit sie nicht die Münchner Strecke im Südkopf per Weichen kreuzen müssen, schlie´lich gibt es die Durchbindung nach Regensburg. Die Paartalbahn könnte heute hauptsächlich das westliche nutzen und an Gleis 1 wenden. Da müsste etwas umgestellt werden, sozusagen vom Linien- zum Richtungsbetrieb. Dann muss man aber auch in Ingolstadt die Seite der Münchner Strecke wechseln, also diese kreuzen. Ggf. kann man auch in Seehof eine Kreuzung abwarten (Fahrzeitverlängerung durch Betriebshalt) und befährt dann mit beiden Richtungen die westliche Zufahrt zu Gleis 1.

Ansonten verät der Wikipediaartikel noch den Betriebssbahnhof Niederarnbach zwischen Schrobenhausen und Seehof. Kreuzungsmöglichkeiten sind genug vorhanden.

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