Kommunikations- und Organisationproblem (Aktueller Betrieb)

ChrisAC, Freitag, 04.05.2012, 20:53 (vor 5297 Tagen) @ Thalyseo

Hallo,

Dann lieber Stundentakt Aachen - Welkenraedt, notfalls mit Diesel. Dürfte billiger sein. Allerdings müsste man mal über die Fahrzeiten nachdenken.


Halte ich auch für die bessere - um nicht zu sagen beste - Alternative. Auch hierfür reicht - im 60-Min.-Takt - ein Triebwagen und hätte zudem ausreichend Puffer.

Was die Fahrzeiten angeht, müsste ein Anschluss vom/zum IC A gewährleistet sein. Weiterhin müsste Welkenraedt barrierefrei ausgebaut werden, da die Abfahrt/Ankunft sicherlich auf Gleis 1 (Kopfgleis, rechts vom Hausbahnsteig aus Richtung Aachen kommend).

Ein vernünftiger Anschluss von Aachen Richtung IC A wäre natürlich extrem sinnvoll! :-) An die Barrierefreiheit habe ich noch nicht in erster Linie gedacht, gebe ich zu - *grübel* ist in Welkenraedt irgendetwas außer Gleis 1 barrierefrei erreichbar?

Die Fragestellung war ja auch einfach nur: Was passiert in Sachen "verbleibendes Fahrzeugmaterial", wenn die Systemwechselstelle von Aachen Hbf Richtung Belgien wandert. Die Antwort war: da haben die Belgier zur Zeit nicht *sooo* viel Material zur Hand, das mit dieser Situation fertig würde - außer TRAXX (HLE 28) fällt mir jedenfalls jetzt nichts an (elektrischen) Fahrzeugen ein. (Und u.a. die mangelnde Geschwindigkeit der HLE 28 spricht natürlich ganz stark gegen den Einsatz dieser Maschinen vor dem IC A, völlig richtig.)

Die selben Triebwagen fahren ja auch bis Maastricht stündlich.


Die fahren in NL ohne Zugsicherung.


Vielleicht zeigt man sich ja in Belgien deutschen Dieseltriebwagen ebenso großzügig; wäre ja nicht ganz sachundienlich.

... und hier sehe ich, was das derzeitige Angebot an belgischen Fahrzeugen anbetrifft, so ein bisschen das Problem:

Es wurde ja gerade erst der belgische Bahntarif bis Aachen eingeführt. Die Idee ist, dass die SNCB in Aachen Hbf Fahrkartenautomaten aufstellen wird - bis dahin werden die Tickets eben primär im Zug von SNCB-Personal mit ihren SNCB-Verkaufs-Apparätchen verkauft.

Würde denn nun die SNCB deutsche Dieseltriebwagen verwenden, und die dann mit eigenem Personal zwischen Welkenraedt und Aachen hin- und herfahren?

Mein Eindruck ist - und ich kann mich täuschen - dass die SNCB dazu neigt, auf ihren eigenen Linien eigenes Personal auf eigenen Fahrzeugen zu verwenden - SNCB-Personal auf deutschen Triebwagen wäre da ein echtes Novum, wenn ich mich nicht ganz irre. Gut, ein wirkliches Hindernis ist das alles nicht, und es ist mehr so etwas wie "Bauchgefühl" meinerseits in Sachen Befindlichkeiten der SNCB als irgendetwas Konkretes.

Ein guter (?) Ausweg - wer weiß, wie viele Fahrzeuge davon aktuell übrig und nicht anderweitig eingebunden sind - wäre möglicherweise der Einsatz des AR41 / MW41 (http://de.wikipedia.org/wiki/NMBS/SNCB-Reihe_41). Da wohl Krokodile bis Aachen Hbf liegen, wären die Fahrzeuge ja prinzipiell bis dort brauchbar (Zulassung für Deutschland wohl vorausgesetzt, aber das haben die Klassischen Triebwagen irgendwie auch geschafft). Aber - natürlich - alles nur ein Blick in meine trübe Glaskugel. Mal sehen, was die Zukunft wirklich bringt.

Einsatz irgendwelcher Fahrzeuge in Belgien so ganz ohne Zugsicherung ... oh oh. Ich glaube, das ist ein heißes Thema seit dem Crash von Buizingen 2010.

Fraglich ist dennoch, warum die Linien nicht noch zumindest nach Lüttich rein (oder bis Liers) gezogen werden, umso nicht nur längere Wendezeiten zu haben, sondern diese auch besser zu nutzen (= im Sinne aus Verlängerung). Am sinnvollsten fände ich - zumindest kurzfristig - immer noch eine Verlängerung der Linie L 102 (= Liège-Palais >-< Verviers Cenral) bis Aachen Hbf. Nicht nur, dass man dann von Aachen aus bis ins Liègoiser Zentrum kommt, sondern man integriert die eine Linie in die andere. Im Gegenzug wäre dann zu prüfen, ob man die Linie L 104 (= Spa-Géronstère >-< Welkenraedt) bis Verviers stuzt, beibehält oder gar bis Eupen durchzieht.

Das alles setzt natürlich genügend Fahrzeugmaterial voraus, das man auch zukünftig, nach Verlegung der Systemwechselstelle, noch bis Aachen einsetzen kann. Auch heute sind ja nur solche klassische Triebwagen einsetzbar, die noch mit alten Stromrichtern (? oh Gott die Vorlesung ist so lange her) arbeiten und nicht mit Thyristoren, weil letztere Störungen im deutschen Netz verursachen. (Oder so ähnlich - bitte nicht hauen, wenn das elektrotechnisch inakkurat / an der Grenze zum Unsinn sein sollte.)


Grüße,

ChrisAC


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