Bahn fahren: ja, das geht (nicht) (Reiseberichte)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 14.09.2011, 19:49 (vor 5299 Tagen) @ Lars(DK)

Hallo Lars(DK),

Gerade beim so gut ausgebauten deutschen Bahnsystem wundert mich die Liebe zur Autobahn und dem Gedrängel dort.

Mich nicht:

1. Trotz Fernverkehr in 15-Minutentakt steht bei uns in NL jeden Tag eine dreistellige Kilometerzahl an Staus auf unseren Autobahnen.
2. Die Schweizer fahren nicht nur sehr viel Bahn, sondern auch sehr viel Auto, zudem in "dicken" Autos.

Ich erlebe aber häufig, dass private oder geschäftliche Kontakte in Deutschland erstaunt sind, dass ich per Bahn reise "Wie - Sie sind mit der Bahn gekommen? Geht das überhaupt?? Dauert das nicht sehr lange???".

..."die Bahn fährt dort ab wo ich nicht bin, bringt mich dort hin wo ich nicht sein möchte, an einem Zeitpunkt der mir nicht passt" (so ein eingefleischter autofahrender Kollege bei mir auf der Arbeit).

Andererseits: ich verreise bequem mit der Bahn zu meinen Breitensportturnieren. Zwar bin ich nicht schneller, aber ich lasse mich bequem in meinem 200 Meter langen bis zu 300 km/h schnellen Limousine samt Fahrer durch die Gegend chauffieren, während meine Kollegen etliche Staus und Baustellen auf den Autobahnen verkraften müssen.

Und ich finde wirklich, dass die DB im europäischen Vergleich sehr weit vorne liegt (sie hat ja den ICE;-), gerade wenn man die Grösse und Komplexität des Landes berücksichtigt.

Dennoch ist da einiges an Verbesserung möglich, vor allem, wenn man bedenkt dass die Franzosen jetzt nicht nur Rennbahnen bauen sondern auch heftig in den Regionalverkehr investieren: eine vierstellige Zahl an neuen attraktiven Fahrzeugen + landesweiter ITF (cadencement).


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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