Nicht meckern, sonden Bahnunternehmen gründen! (Reiseberichte)

Ösi, Mittwoch, 14.09.2011, 18:40 (vor 5302 Tagen) @ Henrik

Züge mietest oder kaufst Du, Deine Beschäftigten bezahlst Du, Gebühren ebenso - das alles von den Einnahmen.

Das heißt, ich muss meine Züge, Beschäftigten und Gebühren erst bezahlen, wenn ich entsprechend viel Geld eingenommen habe? Oder wollen die Geschäftspartner vielleicht doch eher binnen Monatsfrist das Geld sehen anstatt "in fünf Jahren, wenn wir genug verdient haben"?

Sie zahlen 2,5%, wenn sie Geld in eine Stiftung einbringen, und 25%, wenn sie das Geld entnehmen.


na, ist doch gut so.

Ich zahle hingegen - abhängig von meinem Einkommen - 36,5%, 43% oder 50%, abgesehen von den ersten 11.000 Euro im Jahr, die nicht besteuert werden.


Du zahlst einen nichtmal sichtbaren Bruchteil deren Gelder für den Fiskus.

Also du findest es in Ordnung, dass man (prozentuell gesehen) weniger Steuern bezahlt, je mehr man verdient? Progressive Einkommenssteuer mal umgekehrt?

(gilt analog für den Menschen natürlich ebenso - Unternehmertun ist ja auch was menschliches, natürliches).

Zeitlich gesehen ist in der Geschichte des Menschen Unternehmertum zur Gewinnerzielung eine Fußnote.

Wo gibt es denn den Wettbewerb im ICE-, im IC-Verkehr? Ich seh ihn nicht.
Du schreibst, im real liberalisierten RV gibts hier keine Ersatzzug- und Ausfallthreads.
Der Logik nach wird es auch keine Ersatzzug- und Ausfallthreads geben, wenn es denn den Wettbewerb auch im ICE-Verkehr geben würde.
klingt nur logisch.

*kopfschüttel*
Ich meinte damit: Obwohl wir eine ganze Betriebssparte ausblenden, gibt es pro Tag noch genügend Abweichungen vom Fahrplan.

Du nanntest lediglich von allen stets öffentlich einsehbare Staatsausgaben.
Wenn die schwer zu bekommen sein sollten, dann hätten Bund & Länder ein wahrliches rechtliches Öffentlichkeitsproblem.

Es gibt keine Übersicht über die Gesamtkosten der Bahn. Es gibt lediglich einzelne Übersichten: da Regionalisierungsmittel, dort Projekt X, an anderer Stelle Projekt Y ... man könnte mehrere Wochen daran sitzen, alle realen Kosten der Bahn zu berücksichtigen.

ahja, und der Bundeshaushalt ist heute auch in etwa in der selben Höhe wie 1993?
haha, der gut, bzw. vielmehr makaber, harhar.
Wenn dem wirklich so wäre, hätten wir keine Schuldenprobleme mehr und vor allem erheblich geringere Steuersätze, dank FDP und sie selbst nicht die Probleme, die sie jetzt hat.
Ist aber nicht so.^^

Wenn wir niedrigere Steuern hätten, hätten wir weniger Schulden. So funktioniert Wirtschaft a la Henrik.

nee, eben nicht. s.o.

Na, immerhin siehst Du das so. Und das bei um milliarden weniger Staatsausgaben(Deine Quelle).
Scheint also doch nicht so schlecht zu sein, Deine böse Bahnreform.

9,6 Milliarden Euro sind weniger als 8,2 bzw. 9,4 Milliarden Euro. So funktioniert Mathematik a la Henrik.

Und lies mal in der Literatur nach.

Das nenne ich einmal eine tolle Quellenangabe.

Die Tarife sind billiger günstiger, flexibler als vor der Reform.

So realitätsfremd ist nicht einmal die Bahn selber.

- Durch technischen Fortschritt: schnellere und barrierefreie Züge
- Durch kluge Verkehrsplanung: Taktverkehr


genau. auch nicht zu unterschätzen. Sehr wichtige Fortschritte durch die Bahnreform.

Nur, dass genau diese Fortschritte nichts mit der Bahnreform zu tun haben und es sie auch ohne Bahnreform geben würde (Österreich bis vor kurzem, Schweiz).

..genau das war die Realität auf den 6000 Bahnstationen damals - heute schon lange nicht mehr.

Wann bist du das letzte Mal Bahn gefahren?
Oder reden wir hier über unterschiedliche Länder?

Teuer war uns die Behördenbundesbahn - die war alles andere als privatisiert
und gibt es zum Glück nicht mehr.
Jedes Jahr Mrd an Defizit....... heute gibts ein Plus in Millardenhöhe.

9,6 Milliarden Euro Minus sind kein "Plus in Milliardenhöhe". Punkt.


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