Yes! (Allgemeines Forum)

gnampf, Montag, 16.03.2026, 15:45 (vor 3 Tagen) @ Twindexx

Nein, es gewinnt nicht der günstigste. Das ist keine Ausschreibung um eine Leistung, wo staatliche Mittel eingesetzt werden. Weil es gar nicht um einen Angebotspreis geht. Das Angebot ist in jedem Fall eigenwirtschaftlich zu erbringen. Es geht wirklich nur darum, wer die höhere Qualität anbietet. Das BAV, welches die Konzession vergibt, erhält weder Geld vom Betreiber, noch bekommt der Betreiber irgendeinen Rappen dafür. Es geht nur darum, welches Angebot für die Fahrgäste den grössten Wert hat. Auch um Billettpreise geht es nicht, da diese einheitlich vorgegeben sind und nicht je nach Betreiber variieren können.

Na dann, as said, einfach überall ein Bordbistro dazu, mit goldenen Löffeln, Teppich, Liegesitzen, persönlichem Masseur, und schon kannste berechnen was du willst und die SBB sind raus weil ihre Qualität zu mies ist.

Es geht hier um Fernverkehr und da ist es das nicht.

Ich dachte, es geht um die Schweiz? Dann kanns ja nicht um Fernverkehr gehen.

Das BAV akzeptiert keine Angebote, wo ein Betreiber nur die profitablen Rosinen möchte und keine unprofitablen Linien auf eigene Rechnung betreiben möchte. Die SBB wollten die Gotthardbergstrecke nur noch im Regionalverkehr bedienen. Die Südostbahn kam und hat ein Angebot eingereicht, wo das dennoch ging. Der unrentable Fernverkehr auf der Gotthardbergstrecke wird von einer anderen Linie querfinanziert. Die SBB hätten zwar mit ihrem Konzept mehr Gewinn geschrieben, aber das qualitativ bessere Angebot der SOB gab halt den Ausschlag. Genau so funktioniert hier der Wettbewerb. Im Rahmen der möglichen Billetteinnahmen geht es darum, damit die grösstmögliche Qualität hinzubekommen, die mit den Einnahmen finanzierbar ist. Schlussendlich haben die SBB mit der SOB eine Kooperation vereinbart, die SOB fährt heute vier Linien im Fernverkehr. Auch die bls hat von den SBB mit mehr Service vier Fernverkehrslinien übernommen.

So funktioniert das maximal dann, wenn man vorgibt "es gibt x Euro für euch, und keinen Cent mehr, was bietet ihr uns dafür". Mit Pech bekommste dann halt gar nix, weil sich kein Dummer dafür findet. Und ansonsten zahlste halt zuviel. Deswegen gibt man normal den Preis gerade nicht vor, sondern wie das Angebot auszusehen hat. Der Preis ergibt sich dann.

Nein, muss ich nicht. Denn die Welt besteht anders als du offenbar meinst nicht nur aus schwarz und weiss. Es gab beides, übrig blieb nur das eine. Das andere spürten die Märkte. Übrigens schafft man es auch, die 150.- CHF voll zu bekommen ohne dass man schwer schleppen muss. Kommt darauf an, was man kauft.

Was jetzt, gibts beides, oder doch nur eines, wo du aber doch wieder behauptest es gibt beides, je nachdem wie es dir gerade in den Kram passt?
Und übrigens schafft man es auch mit dem nagelneu in Deutschland gekauften iPhone 7000 über die Grenze in die Schweiz zu fahren, ohne das zu verzollen.
Davon ab, das meine letzte Kontrolle im Zug Richtung Schweiz... äh... noch nie war. Zugegeben ich bin nicht täglich in der Schweiz, es hätte aber gereicht um so manches rüber zu schmuggeln. Kontrolle hatte ich wenn bisher nur in Gegenrichtung, aber auch die lassen sich locker an einer Hand abzählen.


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