Deutschlandticket steht vor dem Aus: Ab 2025 oder 2026? (Allgemeines Forum)

Tobs, Region Köln/Bonn, Dienstag, 12.11.2024, 14:44 (vor 586 Tagen) @ musicus

Hallo,

zugegebenermaßen verliere ich hier etwas in den Überblick, ähnlich wie wenn ich einen bestimmten Passus in den AGB der DB zu finden versuche. "Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen." (aus Goethes Faust) trifft auf mich scheinbar weniger zu. Aber zur Sache:

Wenn ich das Kleinzeilige richtig verstanden haben, geht es um die Finanzierung des Deutschlandtickets ab 2026. Die Union möchte es (auf Bundesebene), so verstehe ich es, keinesfalls subventionieren. Herr Söder unterstreicht, dass es dies auf Landesebene so sieht.

Ich gebe zudem zu bedenken, dass das Deutschlandticket - wenn auch unter starker Flankierung von Bündnis 90/Die Grünen - ein Projekt ist, dass von der FDP zumindest mitgetragen worden ist. Und diese, so habe ich Herrn Lindner verstanden, werde gemeinsam beschlossenen Gesetze weiterhin mittragen. Warum es jetzt also die Union braucht, die nun eben wenig von diesem Projekt hält, entzieht sich meiner Kenntnis

Sollte sich indes der Standpunkt der Union durchsetzen, was mit ihrer Regierungsbeteiligung (zumindest mittelfristig) zu erwarten sein dürfte, würde das Deutschlandticket wohl - ab 2026 - signifikant teurer werden, da keine Subventionierung stattfindet. Entsprechend dürfte auch die Nachfrage zurückgehen. Aber: Wird es deswegen gänzlich abgeschafft (bzw. bleiben zumindest seine Strukturen erhalten?

Immerhin gab der NVR bereits bekannt, sein Tarifsystem, auf Basis des Deutschlandtickets, neu zu ordnen. Es fällt mir sehr schwer zu glauben, dass das jetzt alles rückabgewickelt werden soll. Möchte auch gern einmal die Partei sehen, die das ihren Wählern vermittelt. Die Frage der Kosten ist natürlich eine andere Sache, und ja, daran könnte es scheitern. Allein mir fehlt der Glaube.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum