FN als Fahrkarte über FGR "erstatten" (Allgemeines Forum)

611 040, Erfurt, Sonntag, 07.08.2022, 20:41 (vor 1337 Tagen)

Hi,

Folgendes ist mir vor kurzem passiert, vielleicht habt ihr Tipps für mich:

Ich wollte mit dem 9€ Euro Ticket von Ulm nach Erfurt fahren mit folgender Verbindung:

Ulm Hbf ab 14.48 ag RB15 (84273)
Donauwörth an 15.53
Donauwörth ab 15.59 RE16 (59126)
Nürnberg an 17.17
Nürnberg ab 17.40 RE42 (4994)
Saalfeld an 20.02
Saalfeld ab 20.12 RB23 (81004)
Erfurt an 21.16

Die RB 84273 ist in Ulm zwar pünktlich abgefahren, sammelte aber auf Grund eines verspäteten Gegenzuges Verspätung und erreichte Donauwörth mit +6 um 15.59 Uhr.
(auch auf zugfinder.de rekonstruierbar)
Ich sah den RE16 noch stehen, aber erreichte ihn auch nach einem Sprint nicht mehr, wie auch ca. 30 andere Reisende.
Der nächste NV-Zug in Richtung Treuchtlingen- Nürnberg war eine Stunde später der RE8 (57146) und weiter mit RB16 (59102) über Nürnberg und Saalfeld mit Ankunft planmäßig um 22.17 Uhr, also mit +61 gegenüber der ursprünglichen Verbindung.

Da ich dieses Mal aber wirklich pünktlich in Erfurt sein musste entschied ich mich, wie sonst fast nie, mal spontan dazu, die laut Deutschlandtarif auch für das 9€-Ticket geltenden gesetzlichen FGR in Anspruch zu nehmen, welche ab einer Verspätung von 60min ja die Weiterfahrt mit einem anderen Zug ermöglichen und die ggf. erforderliche Fahrkarte mir im Nachgang erstatten zu lassen.

Ich nutze also ab Donauwörth den verspäteten ICE 704 nach Erfurt der nach ca. 20min Wartezeit abfuhr und Erfurt gegen 18.40 erreichte.

Zwischen Donauwörth und Nürnberg erfolgte eine Fahrkartenkontrolle durch den Zugchef welcher mein 9€-Ticket auch nach Schilderung der Situation nciht akzeptierte. Als ich ihn darauf ansprach eine Fahrkarte zu erwerben, welche ich mir über die FGR erstatten lassen wolle, sagte er, er stelle mir eine "Rechnung" aus die dann problemlos im Reisezentrum nach Schilderung der Situation erledigt werden sein würde.
Er fragte mich sogar noch was mein Reiseziel sei, um mir die Fahrkarte bis Erfurt anstatt wie ich zunächst anbot nur bis Nürnberg (und dann weiter wie ursprünglich geplant im NV) auszustellen.
Über den Preis solle ich mich nicht wundern, da es ja egal sei, und ich es eh im RZ geklärt würde.
Ich bekam also eine FN von Augsburg (ka warum nicht richtigerweise ab Donauwörth) bis Erfurt. Bis Nürnberg das EBE und ab Nürnberg bis Erfurt eine Fahrkarte zur Weiterfahrt. Preis insgesamt 193,10€. (EBE 89,20€ + 103,90€)
Der Zugchef versicherte mir ich müsse nur innerhalb 14 Tagen ins Reisezentrum gehen und die Sitaution erklären, sodass die FN dann aufgehoben würde.
Ich wollte es sofort nach Ankunft in Erfurt klären, da aber das RZ bereits geschlossen hatte, versuchte ich es am nächsten Tag im RZ Dresden da ich dort gerade war.
Der (m.M.n. durchaus kompetente) Mitarbeiter erklärte mir, das die Aussage des Zf falsch sei, und eine FN grundsätzlich nicht über die FGR erstattet werden würde, und ich mich an das Service Center FN in Baden-Baden wenden solle und darum bitten(!) die FN auf 7€ zu reduzieren, da ich falsch beraten wurde und nicht von der Pflicht Kaufs VOR Fahrtantritt wusste.

Vorher würde ich gern eure Meinung bzw Tipps lesen, wie ich am besten argumentieren kann.
M.E. lag eine (vermutlich wissentlich und absichtliche) Falschinformation seitens des Zf vor, da dieser als Zf sehr wahrscheinlich über die Erstattbarkeit einer FN im RZ Bescheid wissen sollte. Außerdem den Vorschlag seinerseits ob ich nicht gleich bis Erfurt durchfahren möchte, wohl wissentlich dass die nicht erstattbare FN dadurch noch höher ausfallen wird.
M.M.n. eine sehr abgebrühte Masche falls er (wovon bei seiner Funktion als Zugführer auszugehen ist) über die Situation im Nachgang genau Bescheid wusste. Falls nicht, nehme ich das natürlich zurück, kann ich mir aber gerade bei einem Zugchef im FV ehrlich gesagt nicht vorstellen.
Ich habe eher die Vermutung, er wollte einer Diskussion aus den Wege gehen und den "ahnungslosen" Kunden in dem Glauben lassen es wäre das normale Vorgehen (was er auch sagte à la: "Ich stelle ihnen erstmal die Rechnung(=Wortlaut) aus welche sie dann im RZ klären lassen können, ist zwar lästig aber das ist das Vorgehen).
Mit dem Ärger jetzt hat er ja nichts mehr zu tun.

Was würdet ihr in meinem Fall machen?
Zumal es ja auch nicht um "nur" die üblichen 60€ geht sondern um nahezu 200€?

Danke für Vorschläge und Grüße
611 040

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