... früher ... Saarbrücken - Göttingen (Aktueller Betrieb)

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Samstag, 28.05.2022, 19:10 (vor 1455 Tagen) @ Hustensaft
bearbeitet von Alibizugpaar, Samstag, 28.05.2022, 19:12

Es gab Mitte der 80er einen besonderen Eilzug nach Göttingen, nämlich den E 872 von Saarbrücken über Bingen, Mainz, Frankfurt und Bebra. Die dreistellige Zugnummer lässt schon die gehobene Wertschätzung der Bundesbahn erahnen - warum er so war wie er war weiß ich nicht. Aber der mit 110 geführte Zug hatte etwas bessere Abteilwagen, wie sie vielleicht auch in FD-Zügen oder in D mit klingenden Fernweh-Zugnamen mit zum Einsatz kamen: Größere Fenster, bessere Stoffsitzbezüge, Drehfalttüren und v.a. die leisen Scheibenbremsen, die damals im Nahverkehr übers Land noch nicht selbstverständlich waren.

Wenn der 872 am Göttinger Bahnsteig um 12:35 einbremste hörte man direkt, daß es eine Spur feiner war als bei den sonst üblichen krächzenden Silberlingen, Mitteleinstieg- und Umbauwagen.

110
Bm
Bm
ABm
Bm
BDm

Man übergab die Reisenden an die direkt folgenden IC SCHAUINSLAND und AMALIENBURG, während eine 333 die Wagen auf ein Abstellgleis zog. Die 110 säuselte in Richtung Schuppen von dannen. Um 14:44 ging es nach Aufnahme von Umsteigern aus den IC ALBRECHT DÜRER und DEICHGRAF als 873 zurück ins Saarland, dort an gegen 21 Uhr. Damals hat mich nichts gereizt diesen Zug mal von Anfang bis Ende zu nutzen, heute würde ich es um so lieber mal tun. Die frühe Abfahrt und späte Ankunft in Saarbrücken hätte man als TMT-Jugendlicher ideal mit dem D-Zugpaar 896/897 von/nach München verbinden können.

Der E 872, siehe Fußnote [50].

[image]

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Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797


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