Hamburg - Göttingen gab es früher (TM) als Eilzug (Aktueller Betrieb)

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Samstag, 28.05.2022, 13:18 (vor 1454 Tagen) @ Sportdiesel612
bearbeitet von Alibizugpaar, Samstag, 28.05.2022, 13:21

Jawohl, und zwar mit 110 und meist 4x n-Wagen plus einem BDm. Zweimal am Tag kam eine nagelneue 112.1 nach Göttingen. Fand ich ja sehr schick, weil damals noch voll modern und irgendwie exotisch. Interessant war, daß die Loks in Göttingen mangels Steuerwagen immer umsetzen mussten, es gab also STETS was an Rangierfahrten zu sehen.

Herrlich war für einen außenstehenden Zuuschauer dann die Zeit des neuen Wochenendtickets, wo die fünf Wagen absolut nicht mehr reichten. Kam der Eilzug in Göttingen herein, hingen 'symbolisch betrachtet' schon eingeklemmte Arme und Beine aus Fenstern und Türen. Deshalb wurde Sa/So um zwei Wagen verstärkt (meist alte Abteilwagen von DB und DR) und die Bespannung wechselte auf 103/120. Auch um mit besserer Beschleunigung die Verspätungen zu händeln. Als die BR 101 neu war wurde diese zu Personalschulungszwecken ebenfalls vor E Hamburg - Göttingen eingesetzt.

Die Uelzener Trennung in einen Nord- und Südast lag an der viel stärkeren Nachfrage im Zulauf auf Hamburg, dort fuhren die Eilzüge mit 7 bis 8 Wagen, das lohnte nach Süden nicht. Mit jedem Schritt der Leistungseinschränkung/Verteuerung des SWT wurde auch der Alltag der Eilzüge in Göttingen wieder eintöniger. Es gab ein 110-Einerlei mit fünf Wagen. 141 kamen ab und an als Wendezüge nach Göttingen, waren aber verspätungsanfällig. Der einzige Farbtupfer war ein vormittäglicher Eilzug mit 110 und vier mitgrünen Doppelstockwagen, denen tatsächlich ein grauer Dm-Gepäckwagen beigestellt wurde. Doppelstöcker mit Gepäckwagen habe ich später nie wieder irgendwo gesehen.

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Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797


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