Das würdest Du machen, wenn Du keine Zeit hättest (Allgemeines Forum)

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Dienstag, 11.02.2020, 18:57 (vor 50 Tagen) @ Henrik

Ich habe einfach nur die zugrundeliegende Idee zu Ende gedacht.


..und noch so einigen anderen Quatsch selbst dazu geschrieben und unverschämt polemisch über unser Rechtssystem hergezogen.

Kann sein... sorry. Das versuche ich eher zu vermeiden, gelingt mir leider nicht immer.

Ehrlich gesagt kam mir auch nicht so die Idee, bei wem Fremden anzuklopfen, ich bin einfach zu pflegeleicht, als dass ich in solch eine Situation käme...


Du warst bereits unzählige Male in entsprechenden Situationen.

Das klingt verrückt, aber das kann ich an 2 Händen abschätzen.

Vielleicht hast Du einfach den nächsten Baum genommen oder die nächste Gaststätte aufgesucht.

Am ehesten, wenn man auf Wanderexerzitien ist und für den ganzen Tag mal keine Toilette hat...

Derlei Idee würde Dir spätestens dann wieder kommen, wenn Du Dich wieder in derlei Situation mit entsprechenden Druck befindest.

Ich bin vermutlich so pflegeleicht, dass das mit für eine Weile nicht passieren wird.


In Cochem gibt's die Gaststätte Gleis 9 direkt gleich im Bahnhofsgebäude.

Das war eigentlich die Frage, die ich stellen wollte und unglücklich verpackte.


vgl. auch die Ausführungen des LG Trier:

Sie habe sich trotz bemerkten Harndrangs, der Dauer der bevorstehenden Fahrt und der nicht ganz unwahrscheinlichen Möglichkeit einer defekten öffentlichen Toilette bei Abfahrt nicht nach einer funktionsfähigen Toilette erkundigt. Sie habe sich aber vor allem dafür entschieden, die Fahrt fortzusetzen und die letztlich eingetretenen Folgen zu riskieren. Eine von ihr selbst in Erwägung gezogene Unterbrechung der Fahrt zwecks Toilettengangs außerhalb eines Bahnhofs sei in der konkreten Situation angesichts der nachmittäglichen Uhrzeit (Tageslicht), der zeitnahen Anschlusszugverbindung an größeren Haltepunkten bei kurzer Unterbrechung der Fahrt sowie des touristisch erschlossenen unmittelbaren Umfelds der größeren Bahnhöfe auf der Strecke nicht unzumutbar gewesen. Es handele sich nicht um - von der Klägerin als „Geisterbahnhöfe“ bezeichnete – abgelegene und durchgehend menschenleere Örtlichkeiten.

Womit du mir eindrücklich gezeigt hast, wieso man das Buch nicht mach seinem Cover beurteilen sollte.

https://lgld.justiz.rlp.de/de/startseite/detail/news/News/detail/landgericht-trier-folg...

Urt. v. 18.02.2016, Az. 1 S 131/15

Das klingt tatsächlich nach einem fairen Urteil in dem Licht und ich kann deinen Argumenten ein weiteres Mal nichts entgegensetzen.

Liebe Grüße
Jan-Christian

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Noch nie war zu Hause rumsitzen gesellschaftlich so sehr akzeptiert wie heutzutage. Machen wir was draus!


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