RJ auf dem Brenner + Gedanken zum Europ.-HGV (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 30.03.2010, 08:46 (vor 5972 Tagen) @ ITF

Hallo ITF,

Ein Land wie AT haette einen mehrsystemfaehigen 7teiligen Neigetechnik Triebzug benoetigt. Aber nun sind 67!!! Railjets bestellt und muessen irgendwo eingesetzt werden.

Mit der Zahl 67 gebe ich Dir recht, aber das Konzept railjet ist an sich nicht so schlecht.

Die Taurus-Loks hatte man schon und deren Schnittstelle gilt immer noch. Man braucht also nur Wagen zu beschaffen, ist halt billiger als ein vollständiger Triebwagenzug.
Zudem sind die RJs kuppel- und trennbar, und ggf. kann man die Loks nachts noch vor Güterzügen spannen (bitte nicht vergessen dass die ÖBB eine sehr große Cargosparte hat).

Dagegen spricht natürlich die feste Wagenkomposition; man kann nicht einfach einen Wagen hinzufügen oder rausnehmen, was mit den ÖBB-ECs immer noch möglich ist.

Mit Neiteck waeren ohne NBS 30 Minuten Fahrzeitverkuerzung nach Graz, Linz, Klagenfurt oder Muenchen moeglich.

Nur wenn man die Strecken ordentlich dafür ausbaut. Bin mir nicht sicher, ob der benötigte Aufwand im Verhältnis zu den erwarteten Fahrzeitgewinnen steht.

Richtung Italien sind die knappen ICE zu schade. Diese braucht man fuer 'richtige' HGV Strecken, bzw den ICEt fuer innerdeutsche + oestereichische Strecken.

Wenn ICE = ICE International (406/407): die sind für die Alpen überdimensioniert, auch mit BBT. Die wären nur für Urlaubsverbindungen interessant, z.B. Amsterdam-Innsbruck oder Brüssel-Salzburg-Klagenfurt. Allerdings funktioniert das auch nur wenn man eine lange Strecke (hier etwa K-M) nonstop mit Vollgas fahren kann, wie im saisonalen Thalys von Amsterdam nach Marseille (Sommer) / Bourg St. Maurice (Winter).

Ein ICE-T könnte dort auch fahren, wenn er mehrsystemfähig wäre.
Aber mit den Ausbauten BBT und Inntalbahn braucht man für München-Verona eigentlich kaum Neigetechnik; die IC250-Triebwagen (dann auch in Mehrsystemversion) werden auch schon ordentliche Fahrzeiten schaffen.

Stattdessen sollten OeBB und DB eine Variante des ETR610 anschaffen. Damit liesse sich ueber den Brenner deutlich Fahrzeit sparen. Nach Florenz oder Rom durchgebunden koennte man sogar voll vom HGV-Netz in IT profitieren. Neben der Brennerroute koennten diese ETR610 auch von Wien ueber den Semmering nach IT verkehren.

Wir kennen die Beziehung DB-Siemens im Sache Fernverkehr, ist dieselbe wie SNCF-Alstom.
Ich erwarte also eher einen "ICE-T 2.0 International" für Tempo 250 als einen ETR610.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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