DB Netz und die Privaten (Allgemeines Forum)

agw, NRW, Freitag, 01.02.2019, 14:23 (vor 2666 Tagen) @ Christian_S


Vor allem gibt es nach 25 Jahren "freien Zugangs" trotzdem weniger 1% Prozent Marktanteil für FV-EVU abseits der DB.


Und warum ist das so?
Einige große Ankündigungen anderer EVU gab es ja. Einige haben es auch versucht. Denke an Connex, die verschiedene Strecken anboten und sich sogar in der Erschließung neuer Märkte versuchten.
Wo sind sie heute? An den Fernbussen und den Kosten gescheitert.

Natürlich. An sonst nix.

Oder HKX: zwar noch existent, aber bereits wieder mit zurückgefahrenem Angebot und der ernüchternden Erkenntnis, dass Fernverkehr kein Selbstläufer ist...

Ja, ja. Es lag nicht an den zufällig unterirdischen Trassen oder zufällig unpassend geänderten Stationsgebühren und was sonst noch hinter verschlossenen stören passiert ist.
Die DB AG hat seine Konkurrenz immer erfolgreich aktiv verhindert. Diesen Erfolg muss man ihr zugestehen.


Leider hat man es verpennt, es so zu machen wie bei der Deutschen Telekom.


Achja, was sollte man denn da machen?

Sagt dir Call-by-call noch was?
Sagt dir pre-selection noch was? Später Bitstreaming. Alles Mechanismen, um zum Telekom-Monopol aktiv Konkurrenz zu schaffen.
Jede Telekom-Gebühr wurde geprüft und viele wegen Dumping gegenüber dem Kunden oder Wucher gegenüber der Konkurrenz zurückgewiesen. Bei der DB wird weder der Dumpingsparpreis noch die Vertriebswuchergebühr zurückgewiesen.


Für die fantasielosen, nur ein paar Ideen, analog der Telekom-Mechanismen. Die meisten davon hab ich hier schon oft wiederholt:

Jedes FV-unternehmen kann über Bahn.de und die Kundenaccounts dort seine Fahrkarten vertreiben, knapp über Selbstkostenpreis (analog call-by-call Abrechnung). Ähnlich an jedem Schalter.

Jedes FV-Unternehmen kann Leistungen der DB einkaufen, nicht nur bei Netze. Zum Beispiel Anschlusszüge auf der Fahrkarte, natürlich auch zum genehmigten Preis, nicht zum Wucherpreis.
Ggf. Können Unternehmen analog zur LH sich auch im DB-Zug einkaufen, gerade da wo Parallelfahrten wenig Sinn ergeben. Alles zu genehmigten Preisen, die Konkurrenz wirtschaftlich werden lassen.

Auch müsste die DB der Konkurrenz ggf Infrastruktur und rollendes Material zur Verfügung stellen. Besonders nicht mehr benötigtes. Die Wartung könnte auch weiterhin durch die DB erfolgen oder die Konkurrenz mietet sich in den Werkshallen der DB ein (analog Vst). Alles zu genehmigten Preisen.

Jeder neue Streckenmeter seit 1994 würde nicht mehr von der DB gebaut und vertrieben, sondern (auch mit Anreizen) von einem der Marktteilnehmer.

Die Telekom hat das ganze übrigens bis jetzt überlebt. Komisch, oder?

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