...Neigetechnik? Sinnvoll ? (Aktueller Betrieb)

arno50, Mittwoch, 29.08.2018, 09:11 (vor 2783 Tagen) @ ICETreffErfurt
bearbeitet von arno50, Mittwoch, 29.08.2018, 09:14

Bemühen wir doch banale Mittelstufenphysik. Der Schwerpunkt erfährt eine Radialbeschleunigung, die proportional dem Quadrat der Geschwindigkeit und umgekehrt proportional dem Radius ist. Ob da im Wagenkasten teure und schwere Hydraulik irgendetwas bewegt oder nicht. D.h. für die Fahrphysik dürfte es m.E. egal sein, ob da ein Wagen mit oder ohne Neigetechnik rattert.
Für die humane Physiologie sieht das natürlich anders aus. Würde man wie beim Kettenkarussell die Sitze pendelnd aufhängen, würde die Qebeschleunigung eliminiert und in einer erhöhten virtuellen Schwerkraft senkrecht zur Sitzfläche resultieren. Dass würde vermutlich optimal toleriert werden, da ein leicht erhöhtes Gewicht nicht merklich das Gleichgewichtsorgan stört.
Anders sieht es bei dem mir bekannt und erlebten Neigetechnik Wagen aus: plötzlich und unvermittelt kippt das Ding bevor noch die wirksame Querbeschleunigung auftritt. Bekanntermassen reagiert m.W. die Mehrzahl der Fahrgäste negativ mit z.B. Übelkeit auf diese Funktion. Kluge setzten sich auf jeden Fall in die Wagenmitte, da da der Effekt geringer ist.
Wenn ich ganz ohne Neigetechnik schnell Kurven durchfahre werde ich etwas stärker an die Wand, oder die Armlehne gedrückt. MW.ohne die Übelkeit der Neigetechnik.

Nach meinem Dafürhalten könnte man die Querbeschleunigung bei normalen Wagen etwas erhöhen oder besser noch die Schienenüberhöhung den Kurvenradien und den erhöhten Geschwindigkeiten anpassen.

Übrigens sieht man die Überflüssigkeit der Neigetechnik sehr schön auf der Strecke L bis C. Die Uralt DZugwagen (wahre Sitzabstandsraumwunder) brauchen vielleicht 5 Min. länger, die man bei besserer Beschleunigung und höherer Geschwindigkeit auf den Geradstrecken sicher herausholen könnte.


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