Loyalität - OK, aber... (Allgemeines Forum)

bahnerausleidenschaft, Freitag, 14.10.2016, 18:06 (vor 3460 Tagen) @ SantosLHelper

Er diffamiert doch niemanden. Er teilt lediglich mit, das er fast immer pünktlich ist. Und wenn du seine Beiträge immer lesen würdest, wüßtest du auch, das unser Bahnerausleidenschaft auch auf die Bahn angewiesen ist, um zur Arbeit und nach Hause zu kommen.


Das habe ich, glaube ich, geschrieben. War sogar redundant, weil er es selbst vorher geschrieben hat (siehe unten).

Und zumindest auf dem Weg zur Arbeit hat er ja auch nicht wirklich eine a(A)usweichchance, falls der Zug ausfällt oder zu spät kommt. Wie übrigens viele andere Eisenbahner auch. Und insofern meine ich mal, sitzen wir alle im selben Boot.


bahnerausleidenschaft schrieb:

Gestern und heute jeweils auf die Minute angekommen und einen RE drei Minuten später als außerplanmäßigen Anschluss bekommen. Aber die Bahn ist ja so miserabel. Meinen letzte Verspätung ist schon etwas länger her. Und ich fahre fast täglich.


auf das Statement von "Murrtalbahner:

Beispiel von demletzt: ICE 5min verspätet (=pünktlich), Anschluss-ICE dank Grube-Boni-Sicherung am Bahnsteig gegenüber weg = 1 Stunde Wartezeit.


Also zeigt er mit seiner abschätzigen Bemerkung "Aber die Bahn ist ja so miserabel." dass nicht sein darf, was nicht sein kann. Nur weil er die letzen Tage immer pünktlich war, darf sich keiner beschweren?! Er macht sich somit zum "Maß der Dinge". Nach dem Motto: "Ich war immer püntklich in den letzten Tagen, keine Ahnung was ihr habt..."

Ich fahre auch nicht immer pünktlich und ärgere mich über jede Minute Verspätung. Und dies ab der ersten Minute Verspätung. Weil ich dann Stress im Zug bekommen kann und ich hasse Stress.

KEIN Eisenbahner wird ABSICHTLICH einen Zug verspäten, um die Fahrgäste zu ärgern oder irgendwelche Vorurteile oder Klischees zu bedienen! Soviel mal dazu...


Das habe ich nie behauptet, aber dass offensichtlich ist, dass täglich tausende Fahrgäste zu spät ankommen, kann man nicht leugnen. Wer letzten Endes daran Schuld ist, sei dahin gestellt. Der normale Fahrgast kauft eine Dienstleistung, die im Endeffekt nicht eingehalten wird. An wem es liegt, dass er zu spät ankommt ist dem Kunden herzlich egal, es ist dann nunmal das "System Bahn". In Deutschland wird das über die DB personifiziert, auch wenn private Unternehmen die Schuld zu tragen scheinen. Die Koordination des Bahnverkehrs obliegt immernoch der DB. Da sind wir bei der Geschichte mit dem Hund und dem eigenen Schwanz. Da fehlt halt gelegentlich etwas Fingerspitzengefühl für Anschlussreisende. Ja ja, ich weiß, jetzt kommt die Dispositionsdiskussion, wir haben alle keine Ahnung von den Hintergünden der Fahrplangestaltung. Aber zwei Minuten warten werden den Fahrplan in Deutschland nicht für die nächsten zwei Wochen zerstören.

Ich will damit sagen, dass wenn i c h meine Reise pünktlich abgeschlossen bekommen habe, es nicht andere getroffen haben kann, die weniger Glück hatten (toll dass man schon von "Glück" sprechen muss).

Ich bin sehr oft bei "bahnerausleidenschaft", aber man kann nicht in jeder Lage von sich auf andere schließen. Sein Statement klingt so, dass bei ihm immer alles super läuft und er kein Verständnis für den Unmut der anderen Forumsteilnehmer hat. DAS ist für mich übertriebene Loyalität zum Arbeitgeber.

Ich habe nur von meinen letzten drei Tagen geschrieben. Mehr nicht. Heute hat es nicht geklappt und ärgere mich darüber. Dann gehe ich aber morgen wieder mit neuem Elan zur Arbeit und werde wieder alles dran setzen um pünktlich überall anzukommen. Trotzdem werdet ihr nie von mir hier lesen das bei der Bahn alles negativ läuft weil ich oft die positive Seite sehe.


Grüße
Michael


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