Gegen eine Verlegung der IC-Linie 60, für RE (Allgemeines Forum)

Christian_S, Donnerstag, 22.08.2013, 23:13 (vor 4617 Tagen) @ ICE-T-Fan

Das Problem ist, mit der Zuggattung IC sperrt man die Nahverkehrsfahrgäste aus und damit sinkt die Auslastung ins bodenlose.

Da stimme ich Dir vollkommen zu, deshalb hatten wir ja kürzlich hier erst die Diskussion, in der ich sagte, das 218 466 ihre Idee mit einem Dosto-IC mit Nahverkehrs-Freigabe an sich gar nicht so schlecht wäre und vielleicht sogar lohnenswert, aber eben als richtige IC-Linie einfach nicht tragfähig ist.
Nicht umsonst gibt es ja mittlerweile mehrere Projekte von eher dünn besetzten IC-Linien, die zu diesem Misch-Konzept übergehen. Muss halt bloss auch das beteiligte Bundesland wollen.

Die Strecke Ulm-Günzburg-Donauwörth-Ingolstadt-Regensburg ist ja durchgehend elektrifiziert, wenn die Karte aus dem Eisenbahnatlas soweit stimmt. Hier ist durchaus Potential für schnelle Zugläufe mit traktionsstarken Fahrzeugen gegeben. Was mich stört, dass man abgesehen von Ulm-Günzburg ausschließlich eingleisigen Streckenverlauf hat. Ich wäre dafür die Strecke in weiten Teilen zweigleisig auszubauen, da wo es überhaupt geht ohne Häuser abreißen zu müssen.

Die Eingleisigkeit ist der große Nachteil der Strecke. Es gibt viele Bahnübergänge, teils lange Streckenblöcke und Bahnhöfe mit höhengleichen Reisendenüberwegen, die gleichzeitige Einfahrten von zwei Zügen verbieten. All das macht die Strecke natürlich nicht schneller. Ausbau an sich ist sicher möglich, zumindest abschnittsweise, gerade auch im Interesse des Güterverkehres. Am ehesten kommen da wohl sog. "Doppelspurinseln" in Frage, also einzelne Streckenabschnitte zweigleisig auszubauen und dann in diesen fliegend zu kreuzen.

Ingolstadt-Abensberg sollte auch auf 160 km/h ertüchtigt werden.

Rein von der topografischen Lage her wäre das möglich, ja.

Wenn das getan ist, würde ich analog des Kyffhäuser in den Nachmittagsstunden von Fr und So über IC-Zusatzzug nachdenken, welcher von Freiburg kommend über Karlsruhe, Stuttgart und Ulm weit nach Ingolstadt bis Passau fährt. Der hätte sicherlich bei wenigen Halten* Potential für Wochenendpendler.

Vielleicht, ja. Nachteilig bleibt aber weiterhin das Kopfmachen in Ingolstadt, die Eingleisigkeit der Strecke (Nahverkehrs-Takt!) und die notwendigen Anschlüsse, um überhaupt einen solchen Zug für Reisende interessant zu machen. Ob es zwischen BaWü und Niederbayern soviele Wochenend-Pendler gibt weiss ich leider nicht.

In Ingolstadt wird Anschluss an NüMüX und ICE-Linie 28 nach Nürnberg hergestellt.

Kannst Du vergessen, da in diesem Null-Knoten bereits der Nahverkehrs-Takt dieser Strecke verkehrt. Da würden sich die Züge trassenmäßig gegenseitig im Weg stehen, zumal das in Ingolstadt von den Bahnsteigen her dann definitiv nicht passt.


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