Das Problem mal sachlich betrachtet (Allgemeines Forum)

liebe70, Donnerstag, 22.09.2011, 15:30 (vor 5310 Tagen) @ BR_103

Du kannst doch nicht allen Ernstes wegen 3 Minuten Verspätung eines RE (für den es offenbar auch noch div. Alternativen gegeben hat) eine ICE Freigabe rechtfertigen.

Der RE ist ausgefallen. Die per Lautsprecher angebotenen Alternativen waren für die Masse der "gestrandeten" Reisenden keine.

Ich hatte solche Situationen auch schon ein paar Mal. Wenn diverse Reisende meinen Zug "stürmen", dann frage ich halt nach. Entweder die örtlichen Mitarbeiter auf dem Bahnsteig (sofern anwesend) oder auch die TP. Wenn die mir bestätigen, daß die Aussage der Reisenden stimmt, dann ist das in Ordnung für mich. Und wenn ein paar von mir zufällig befragte Reisende auch den Sachverhalt bestätigen, dann ist es eben so. Dann geht von mir eine Info an das Team im Zug raus, daß die Kollegen da nicht Krieg mit den Reisenden veranstalten. Davon hat keiner was.

Wenn ich durch die aufmerksame Beobachtung von RIS bemerke, daß der Nahverkehr im Berufsverkehr ein Problem hat und ich im Zug noch Platz, dann informiere ich selbständig auch die TP bzw. den örtlichen Mitarbeiter. Offiziell ist die Mitnahme im ICE nach wie vor ausgeschlossen, aber hintenrum geht es.

Im obigen Fall wollten die Leute nur einigermaßen pünktlich zur Arbeit. Da muß ich keine Aktion starten wie die, die jetzt in der Presse landete. Jeder langjährige Zf, der seine Ausbildung noch bei der Reichs- bzw. Bundesbahn machte, wird gelassen reagieren.

Mit solchen unkonventionellen Aktionen punktet die DB mehr als mit großangelegten Wiedergutmachungsmaßnahmen.

Unkonventionelle und pro-Reisende stattfindende Aktionen werden zwar nicht in der Zeitung landen, aber wenn nur einer der einsteigenden Reisenden sich bedankt, reicht mir das schon.


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