Österreich (Allgemeines Forum)

Uniqum, Frankfurt am Main, Mittwoch, 21.09.2011, 23:00 (vor 5311 Tagen) @ bahnerausleidenschaft

Heute waren es ca. 150 die im IC anstatt RE fahren wollten. 5 Min später fuhr dann der RE mit plus 13 min. Der wäre dann bestimmt leer durch die Gegend gefahren.

Nicht jeder Mensch erreicht am Bahnhof sein Endziel. Man mag es sich kaum vorstellen, es gibt Menschen, die Busse oder U-Bahnen erreichen müssen oder auch solche die schlichtweg rechtzeitig zur Arbeit wollen.

Die Deutsche Bahn ist ein Dienstleister. Genau genomen gehört sie derzeit noch ihren Fahrgästen und Kunden. Der Personenverkehr lebt sogar noch von ihnen.

Die Fahrgastrechte waren im Hinblick auf die aufkommende Konkurrenz richtig und sinnvoll. Muss diese aber erst daherkommen? In solchen Situationen könnte die Bahn den Vorteil des Platzhirsches voll ausspielen und anschließend groß die Werbetrommel schwingen, dass dieses Vorgehen bei diversen Anbietern nicht ohne Weiteres möglich gewesen wäre.

Macht sie es? Richtig: Nämlich nicht.

Im Übrigen ist es im Mutterland der Bahnprivatisierungen, England, ohne Probleme möglich bei Verspätung eines Nahverkehrszuges den pünktlichen Fernzug eines anderen Unternehmens zu nutzen. Das Personal prüft dann, ob der Zug wirklich verspätet ist.

Das ist auch kein jeweils neuer Marahon-Aufwand, spätestens beim zweiten Mal merkt es sich der Zugbegleiter durchaus, dass der Regionalzug nach Brighton um 1852 verspätet ist.

In England nehmen andere Unternehmen übrigends leidenschaftlich gern Kunden verspäteter Züge der Konkurrenz mit. Der Grund ist einfach: Werbewirkung.


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