Zugchef scheitert an Rausschmiss von Fahrgästen - zu recht! (Allgemeines Forum)

Hustensaft, Donnerstag, 22.09.2011, 06:56 (vor 5314 Tagen) @ bahnerausleidenschaft

Sorry, aber langsam kann ich den Unfug, den Du hier vom Stapel lässt, nicht mehr ertragen. Nur das Personal kann Prognosen über Verspätungen abgeben - geht's noch? Wenn ein Zug ausfällt, so ist jeder, der einen Fahrplan lesen kann, in der Lage, sich nach Alternativen umzusehen, nebenbei soll es mit Automaten und dem Internet auch noch Möglichkeiten geben und zumindest im Internet sind auch Daten über zu erwartende Verspätungen verfügbar.

Der Zugchef hat auf jeden Fall falsch gehandelt und vorsätzlich eine Verspätung und einen unnötigen Polizeieinsatz verursacht. Die korrekte Vorgehensweise wäre gewesen, den Fahrgästen mit Verbundticket eine Fahrkarte zum Bordpreis zu verkaufen bzw. eine Fahrpreisnacherhebung auszustellen, dafür braucht er keine Bundespolizei und muss auch keine Verspätung generieren. Die betroffenen Kunden hätten sich dann an das Servicecenter Fahrgastrechte bzw. den Verbund wenden können/müssen. Rein formal wäre das die richtige Vorgehensweise gewesen.

Was die kundenfreundlichere Lösung ist, darüber könnte man streiten, es ist wohl nicht schwer zu erraten, welche Position ich dabei einnehme. Ebenso kann man konstatieren, dass die Fahrgastrechte mit der Nachlösepflicht und dem Erstattungsverfahren nicht wirklich gelungen sind und vor allem zu kurz greifen, da sich die Verspätung rein auf Bahnleistungen beschränkt und Anschlussverluste im übrigen ÖPNV (Bus und Co.) und daraus resultierende Verspätungen bei der Ankunft am eigentlichen Ziel außer Acht lassen.


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