10 Tote, 23 Verletzte, 2 davon noch in Lebensgefahr (Allgemeines Forum)

Henrik, Montag, 31.01.2011, 17:27 (vor 5545 Tagen) @ Eraz

Ermittler konzentrieren sich auf Güterzug-Lokführer

Nach dem schweren Zugunglück in Sachsen-Anhalt hat die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen den Lokführer eingeleitet. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Montag mitteilten, besteht ein Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung, der fahrlässigen Körperverletzung und der Gefährdung des Bahnverkehrs. Einem Zeugen zufolge soll der 41-Jährige möglicherweise ein Haltesignal überfahren haben.

Polizei: Vielleicht brachte sich Lokführer in Sicherheit

Zuvor hatte der Einsatzleiter der Bundespolizei, Ralph Krüger, erklärt, dass in zwei Richtungen ermittelt werde: Zum einen gehe die Polizei der Frage nach, wo sich der Lokführer des beteiligten Güterzuges befand. Zum anderen werde geklärt, ob der Lokführer möglicherweise ein Signal auf der Strecke übersehen hat oder ob die Signalanlage nicht funktioniert hat. Krüger zufolge werden Berichte überprüft, wonach der Lokführer im hinteren Teil der beiden Lokomotiven seines Zuges gefunden wurde. Möglicherweise habe sich der Lokführer in Sicherheit gebracht, als er den Regionalzug auf sich zufahren sah. Der Führer des Güterzuges war bei dem Unglück mit zehn Todesopfern und 23 Verletzten mit Prellungen davongekommen und hatte anfangs jede Aussage verweigert.

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Vor Ort geht die Polizei davon aus, dass die Suche nach der Unglücksursache noch einige Tage in Anspruch nehmen wird. Wie ein Sprecher mitteilte, wird die Auswertung der beiden Fahrtenschreiber frühestens im Verlauf dieser Woche erwartet.

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Bisher drei Todesopfer identifiziert

Derweil versuchen Experten des Bundeskriminalamtes weiter, die Toten zu identifiziern. Gelungen ist dies bislang aber nur in drei Fällen. Es handelt sich um den Lokführer der Regionalbahn sowie zwei weitere Männer im Alter von 63 und 74 Jahren aus dem Harzvorland.
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13 Verletzte verlassen Krankenhäuser

Die meisten der Opfer sind jung - viele der Passagiere wollten offenbar eine Diskothek in Halberstadt besuchen. Nach offiziellen Angaben konnten 13 der 23 Verletzten aus den Krankenhäusern entlassen werden, darunter zwei junge Georgier, ein Portugiese und ein Brasilianer. Im Ameos Klinikum in Halberstadt liegen nach Informationen von MDR 1 RADIO SACHSEN-ANHALT ein Mann, drei Frauen und ein zehnjähriges Mädchen auf der Intensivstation. Sie alle seien noch nicht ansprechbar.

http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/8171376.html

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Die Ärzte bangen um das Leben des 10-jährigen Mädchen,
ein weiterer Verletzter schwebt ebenfalls noch in Lebensgefahr.

Das mit der Disko erklärt, wieso der Zug so voll war...


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