Hochgeschwindigkeitszüge der Zukunft: asiatische Hersteller? (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 22.04.2021, 08:58 (vor 20 Tagen) @ SH-Sprinter

Hallo SH-Sprinter,

Sehen wir die aktuellen Angebote der Hersteller an, basiert viel auf bewährtem:

- Siemens bietet die Velaro-Plattform an (in wie weit man den ICE 4 dazuzählen kann, lasse ich mal offen) International bewährt und die nächste Generation steht in den Startlöchern.

Es gab zuerst Velaros in Spanien, Russland und China. Relativ neu ist der Velaro TR.
Ein Velaro SE oder Velaro CZ durfte gute Chancen haben, da Schweden und Tschechien beide relativ nahe bei Deutschland liegen und beide an ein reinrassiges HGV-Netz (vmax 300-320 km/h) arbeiten.
Zudem soll der Velaro eine Rolle spielen beim TEE 2.0.

- Alstom bringt die Avelia-Plattform mit. Meines Wissens nach, ebenfalls ein bewährtes Design, mit guten Zukunftschancen. Soweit ich weiß, sind die Züge aus dem TGV entwickelt worden. Auf Basis dieser Plattform wurde zum Beispiel der AGV entwickelt und der soll sehr erfolgreich in Italien sein.

Das hat auch mit dem Geschäftsmodell von NTV und die Ausstattung der Züge zu tun, weniger mit dem AGV an sich. Der Erfolg wäre mit einem Velaro genauso gross gewesen.

- Zu den Talgo-Zügen kann ich mir kein Urteil erlauben. Aktuell wird von Talgo der Avril, Talgo 350 und Talgo 250 angeboten.

Talgo (350?) verkehrt als Haramain in Saudiarabien. Auch Uzbekistan fährt mit Talgo (250).

Sicherlich habe ich einige Züge vergessen, deswegen wäre ich über Ergänzungen dankbar, inklusive Euren Meinungen zu den entsprechenden Zügen, bzw. deren Zukunftschancen auf dem europäischem Streckennetz.

Nicht zu unterschätzen sind die asiatischen Hersteller.

+ Hitachi/Kawasaki ist für die ganze Shinkansen-Flotte von Japan verantwortlich. Eine verkürzte Version (12 statt 16 Wagen) des N700 verkehrt in Taiwan. Für die Highspeed-Projekte in Kalifornien und Texas sind s.i.w. japanische Züge vorgesehen. Bei den Cascades (Spokane/Seattle) und Las Vegas bin ich mir nicht sicher.
Das Unternehmen hat für UK den Javelin gebaut und durfte dann auch an die Triebwagenbeschaffung für HighSpeed2 interessiert sein.

+ CRRC ist ein China-Staatsunternehmen das inzwischen alle HGV-Aktivitäten des Landes unterbringt (Siemens -> Tangshan, Bombardier -> Sifang). Man überlegt die Technologie zu exportieren. Vietnam, Thailand und Indonesien seien interessiert. Indien überlegt noch die Wahl zwischen chinesische und japanische Technologie, oder eine Mischung von beiden.
Inzwischen verkehren auch CRRC-Produkte (nicht-HGV) in Europa und es ist wohl nicht die Frage ob CRRC auch HGV-Produkte für Europa anbietet, sondern ab wann.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Verkehrsstaus müssen etwas Tolles sein, sonst würden nicht alle mitmachen.

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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