? z. Einbindung d. TGV Lyria in das innerschweizerische Netz (Allgemeines Forum)

Tobs, Region Köln/Bonn, Mittwoch, 21.04.2021, 15:12 (vor 16 Tagen) @ Twindexx

Rebonjour Twindexx,

vielen Dank für Deine interessanten Ausführungen ...

Die Durchbindungen in Basel SBB werden deutlich flexibler und nicht pro Linie einem bestimmten Ziel wie Chur, Interlaken, Brig und Lugano zugewiesen (die Lugano-Durchbindungen müssen wegen der Zulassung im Gotthard-Basistunnel mit Giruno geführt werden, ausserdem sollen hier auch zwei der drei geplanten Zugspaare Deutschland-Lugano bis Milano Centrale durchgebunden werden).

Das erweckt in mir die Frage, ob entsprechendes auch mit TGV Lyria vorgesehen ist.
Um mein Verständnis bzw. meinen (Un-)Wissen zu verifizieren; es existieren folgende drei Linien:

A) Paris > Zürich (mit CH-Binnenverkehr zwischen Basel und Zürich)
B) Paris > Lausanne (mit CH-Binnenverkehr zwischen Vallorbe und Lausanne)
C) Paris > Genève(/Lausanne) (mit CH-Binnenverkehr zwischen Genève und Lausanne)

Wenn ich das richtig gelesen habe, beträgt die Fahrzeit Paris >< Lausanne via Vallorbe 3h41, hingegen via Genève 3h58, wobei auf letzterem Wege Nurieux ausgelassen, und auf ersterem nur vereinzelt in Mouchard gehalten wird, was die Aussagekraft relativieren dürfte. Halten wir vereinfacht fest, dass der "Umweg" über Genève eine Viertelstunde kostet. Dies erwähne ich, weil ich Gerüchte vernommen habe, dass Paris > Lausanne "nur" noch über Genève gefahren werden solle.

Lyria scheint sein Netz daher immer mehr auf wenige Kernlinien zu reduzieren, Brig und Chur (?) wurden m. W. auch einst angefahren, die Linie nach Bern ist ebenso entfallen, wie es wohl Paris > Vallorbe > Lausanne bevorsteht. Sprich statt - wie die DB - viele verschiedene Ziele in der Schweiz anzusteuern, ist das Netz doch eher dünn und das obwohl die SBB als Eigner von Lyria fungieren und die beiden verbliebenen Linien ja jeweils innerschweizerisch verkehren (würden) und somit in den Taktfahrplan eingebunden wären. Bedauerlich auch der gänzliche Verzicht auf ein adäquate FV-Produkt zwischen Basel und Strasbourg, das einen Umstieg in Mulhouse entbehrlich macht. Ein schweizer IC/EC könnte auf dem kurzen Stück sicherlich mit dem Komfort eines ICE/TGV mithalten. -;)

Mit besten Grüßen in die (Ost-)Schweiz :)


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