Idee einer möglichen Lösung (Allgemeines Forum)

ICE 1612, Sonntag, 14.02.2021, 15:47 (vor 17 Tagen) @ Alibizugpaar

Vielleicht sieht man die Gefahr, daß es sich einige BC100-Besitzer zu einem festen Ritual machen online nach stark verspäteten Zügen Ausschau zu halten und dann im Zuge der Online-Erstattung angeben genau dort betroffen gewesen zu sein. Das wäre schon heute möglich, aber der Papierkram stellt doch noch ein Hindernis dar.

Wie soll man glaubhaft darlegen und prüfen können, daß Kunde A zur fraglichen Zeit tatsächlich in Zug 123 gesessen hat und nicht etwa im Zug 987 am anderen Ende der Republik? Bahner haben erzählt es sei durch die Flure gegangen, daß der Deutschland-Sommerpass auch deswegen eingestellt wurde, weil es auffallend viele, weit überdurchschnittliche Anträge auf Erstattungen gab. Da kann man sich durchaus fragen, ob sich einige Zeitgenossen so ihre eh schon sehr günstigen Pässe refinanzieren wollten.

Man könnte beim KCI, wie bei der Verifizierung von Kreditkarten, eine TAN-Nummer oder ein Pendant an eine bestimmte Handynummer schicken lassen, die der Kunde dann beim KCI einmal in sein Smartphone eingeben muss, und die innerhalb einer Minute oder dreißig Sekunden verfällt (3 Versuche möglich) - ansonsten wird der KCI nicht ermöglicht. Klar ist es dann hypothetisch immer noch möglich, dass jemand in den dreißig Sekunden die TAN an jemand anderen durchgibt, aber doch sehr unwahrscheinlich...

Bei der Erstattung fällt mir nur die Idee ein, dass man in allen Zügen an einer gut zugänglichen Stelle, z.B. im Einstiegsbereich, einen QR-Code anbringen müsste, den man für eine Erstattung bei Verspätungen scannen müsste. Über das Reiseauskunftssystem ließe sich in Verbindung mit dem Datum des Scannens eine Verbindung zu den mit diesem Zug erbrachten Leistungen herstellen und so nachweisen, dass der Kunde tatsächlich auf einer bestimmten Leistung in diesem Zug war. Auch hier könnte man rein theoretisch den QR-Code abfotografieren, versenden und ganz zufällig ein anderer Kunde zur gleichen Zeit diesen daheim vom Laptopbildschirm wieder aufnehmen - aber das wäre schon sehr paranoid und zeitaufwendig (erst mal müsste der herausfinden, dass der Zug überhaupt verspätet ist, wissen, welches Fahrzeug das ist, über genau diesen QR-Code verfügen und den dann auch noch zur richtigen Zeit scannen). Da ist das System mit den Bescheinigungen der DB-Information und dessen Einreichen für Züge, mit denen man nicht gefahren ist, noch deutlich manipulationsanfälliger.

Viele Grüße,
ICE 1612


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