internationale Verbindungen erschweren ITF (Allgemeines Forum)

Oscar (NL) @, Eindhoven (NL), Dienstag, 03.12.2019, 11:00 (vor 5 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von Oscar (NL), Dienstag, 03.12.2019, 11:01

Blaschke:

Einzelzüge haben im ITF aber keinen Platz. Und Linientauscher es schwer.

Linientausch gebe ich in DE bessere Chancen als in NL.
Bei uns sind die Takte irgendwann so dicht dass kaum noch Raum für Nachsteuerung besteht. Dann wird unser Netz eher ein Metronetz mit unabhängig voneinander funktionierenden Korridoren. Anschlussgewährleistung spielt dann weniger eine Rolle.

Von dieser Situation ist Deutschland noch weit entfernt.

Die hauptsächliche und überwiegende Fixierung auf den ITF ist ein schwerer Fehler. ITF kann ein Grundangebot sein, welches aber darüber hinaus umfangreich durch Direktverbindungen jenseits eines ITF ergänzt werden muss. Infrastruktur muss das leisten können.

Fahrpläne (also auch ITF) werden in der Regel national geschrieben. National ist umsteigen dann auch meistens kein Problem. Dass ich ab Tilburg keine Direktverbindung mit Utrecht habe (Luftlinie 60 km!) ist nicht so schlimm, weil bis Den Bosch 4x die Stunde ein Nonstop-Zug fährt und ab Den Bosch 6x die Stunde ein Nonstop-"IC". Und auch Maastricht-Groningen (4 Stunden Fahrt) gibt es durchgehend halbstündlich.

Interessant wird es wenn man die Grenze überquert. Im schlimmsten Fall muss man drei Züge berücksichtigen:

a. der Zug oder die Züge in Land A
b. der internationale Zug
c. der Zug oder die Züge in Land B

Taktintegration internationaler Züge in beiden Fahrplänen sehe ich als die grosse Herausforderung.

Altmann:

Also meine persönliche Meinung dazu: ITF funktioniert umso besser, je kleiner das Land ist. In der Schweiz super, in Österreich leidlich, in Deutschland ... weiß nicht ...
Und wieso ist dann Nahverkehr immer pünktlicher als Fernverkehr?

Nahverkehr fährt häufiger als Fernverkehr.
Eine verspäteter Fernzug hat also mehr Impakt auf die Pünktlichkeitsquoten als ein Regiozug. Und wenn man Anschlüsse abwartet, verbreitet die Verspätung eines Fernzuges sich auch mehr als die eines Regiozuges.

Und wieso sind die RJX Zürich-Budapest die am meisten verspäteten (Tag-)Züge der ÖBB?

Ich denke dass Staatsgrenzen die Reise eher erschweren als Abstand. In Deinem Beispiel CH-AT und AT-HU. Der von Dir besagte railjet muss in drei Fahrplänen eingepasst werden.

Eindhoven-Alkmaar ist eine längere Strecke als Eindhoven-Köln.
Dennoch ist Eindhoven-Alkmaar leichter bereisbar als Eindhoven-Köln, weil in Utrecht und Amsterdam gute Umsteigemöglichkeiten bestehen und gute Alternativen wenn man den Anschluss verpasst.
Damit verglichen ist der Umstieg in Venlo recht sportlich und fährt die internationale eurobahn nur stündlich. Mönchengladbach sieht dann schon wieder besser aus.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Verkehrsstaus müssen etwas Tolles sein, sonst würden nicht alle mitmachen.

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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