Der Fisch stinkt vom Kopfe her... (Allgemeines Forum)

Blaschke, Sonntag, 20.07.2014, 18:30 (vor 4492 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von Blaschke, Sonntag, 20.07.2014, 18:34

Hallo!

Vor Allem wenn man dann die

ZWEI EISIGEN HERREN

sieht, die ab und an als Controlling im WR herum schleichen, Abrechnungen kontrollieren etc.

Widerliche Gestalten - Grauenhafte Ausstrahlung:
Angstmacher der alten Schule....

Wenn solche Pfeifen auch in der Ebene der Planer und der Entscheider stecken sollten, dann wundert mich wahrlich Nichts mehr.


Es ist doch mehr als offensichtlich, dass es in dem Konzern von vorne bis hinten nicht rund läuft. Weltfremde Plüschetagenentscheidungen und -konzepte, die die frustrierte Basis ausbaden soll. Und dazwischen eine Unmenge an Verwaltung, die dank Atomisierung in Firmen, Firmchen und Unterfirmchen ausreichend mit sich selbst beschäftigt ist; Hauptsache, die Aktenlage ist stimmig. Und solange die Unternehmensführung weiter weltentrückt vor sich hinträumen darf und munter über die globale Herrschaft sinnieren darf und dies vom Eigentümer nicht weiter beanstandet wird, muß man sich doch nicht wundern, dass es da wenig interessiert, dass "moonglum" wieder nix zu Beißen hat im Zug. Warum kapiert er es auch nicht und organisiert sein (Bahn-)Leben endlich anders?

Ich behaupte nicht, dass es woanders besser ist, weiß Gott nicht, aber hier bekommt man es eben als Kunde quasi zwangsläufig hautnah mit. Wie war das neulich noch - nie war die Bahn pünktlicher als derzeit? Ich habe mal grad nur spaßeshalber in RIS für mein Heimatstädtchen geschaut. Im Angebot: IC +100, der unterwegs dann aufgegeben wird, IC fällt aus, IC + 50, IC +20, IC +30. Und ein RE mit gigantischen Fahrzeitreserven, der trotzdem +11 hat. Und das an einem stinknormalen Sommertag - in den Verspätungsbegründungen taucht nicht einmal das Wörtchen "Unwetter" auf. Was willst Du denn bei solchen "Leistungen" noch erwarten? Und diese "Leistungen" werden ja mehr oder weniger heftig TÄGLICH geboten! Nicht mal nachts um 00:18 Uhr im völlig leeren Bremer Hbf können sie einen RE rechtzeitig bereitstellen.


Ich ziehe wirklich ehrlich vor den Mitarbeitern meinen Hut, die da immer noch versuchen, ihr bestes zu geben und engagiert sind!

Ich habe allerdings auch genauso viel Verständnis für jeden Mitarbeiter, der da längst resigniert hat und einfach nur noch sein Ding macht; fertig.

Ich habe jedenfalls beschlossen (okay, eine Krankheit gab den letzten Ausschlag), mir die Bahn nicht mehr anzutun. Es macht schlicht keine Freude mehr; die Unzuverlässigkeit ist viel zu gravierend und ich bin es auch mehr als leid, mich STÄNDIG mit irgendwelchen Störungen herumschlagen und -plagen zu müssen. Vernünftige, zuverlässige Planungen sind nicht mehr möglich; ewig muß man Stunden früher losfahren, um einigermaßen sicher zu sein, pünktlich am gewünschten Ort anzukommen. Und ständig kommt man nach Pflichterfüllung später nach Hause als geplant. Die Nerven, die mich all das kostet, will ich mir trotz aller Liebe zur Bahn und zur Aufgabe auf Dauer nicht ruinieren; geht auch nicht, das macht nur unzufrieden und aggressiv, was auch die netten Gespräche mit Kunden und Personal nicht mehr rausreißen können.

Und all das bezieht sich jetzt beileibe nicht nur auf die DB - auch die "Privatbahnen" bringen regelmäßig "Leistungen" zustande, über die man nur den Kopf schütteln kann. Die sind diesbezüglich keinen Deut besser!

Und so geht das System Bahn munter den Bach runter, weil die Quadratur des Kreises nun mal nicht funktioniert: Vielfalt und Wettbewerb und Kostenvermeidungsdenken an allen Ecken und Enden verträgt sich nun mal nicht mit einem intergrierten, netzweiten Fahrschein- und Fahrplanwesen. Die Zustände sind daher quasi zwangsläufig. Und es fehlt jeglicher Druck, dass diese sich ändern. Stattdessen feiern sich alle selbst: Bahn und Private, weil sie "Gewinne" machen; der Staat, weil er den Bürgern vorgaukelt, Bahn könne ein Gewinngeschaft sein; die diversen Mitarbeiter in unendlich viele Plüschetagen und Bestellerorganisationen ihre Arbeitsplätze. Der gemeine Fahrgast hat zu fast 99% längst aufgegeben, sich über all das aufzuregen. Man nimmt es hin im Wissen, es nicht ändern zu können. Der ein oder andere besch.... dann eben mit kreativen Fahrkarten oder unberechtigten Fahrscheinerstattungsversuchen; andere holen sich die Unannehmlichkeiten an anderer Stelle wieder (so kann man Steuerbetrug z.B. für sich selbst und das eigene Gewissen prima legalisieren).

Die-Hoffnung-auf-eine-Besserung-längst-aufgegeben-habende Grüße von

jörg


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