"Da müssen wir noch besser werden" (Allgemeines Forum)

lockheed 232, Rhein-Main, Dienstag, 10.06.2014, 11:36 (vor 4318 Tagen) @ bahnerausleidenschaft

Wie das System genau funktioniert bin ich leider der falsche Ansprechpartner.

Vielleicht kann ich da weiterhelfen.
Das Grundprinzip ist folgendes:
Ein Zug fährt an einem grünen Signal vorbei, dieses fällt auf Halt. Dadurch wird die Zugnummer im Stellwerk ein "Feld" weitergestellt in den nächsten Abschnitt. Die Leitsystem der Disponenten, Fahrdienstleiter usw. erkannt das mit exakter Uhrzeit und berechnet, Prognosen, Soll/Ist-Abweichungen usw.
Allerdings gibt es da die schon erwähnten Probleme der stehenden Züge und bei Umleitungen. Stehende Züge werden einfach nach Prognose weitergefahren im RIS (und auch in den Leitsystem, nur ohne Ist-Zeit).

Und nun zu dem eigentlichen Problem, wie es meiner Einschätzung nach, zustande kommt:
Der Zug steht im Bahnhof wegen Streckensperrung. Dies wissen direkt nach der Sperrung erstmal Fahrdienstleiter, als derjenige, der das Gleis sperrt. Der informiert dann Disponent sowie Lokführer. Der Fahrdienstleiter muss sich jetzt erstmal um die Sperrung kümmern (Notfallleitstelle informieren,...). Der Disponent versucht Züge in Bahnhöfen zu stellen und das ganze Sinnvoll zu ordnen. Sprich beide haben alle Hände voll zu tun. Außerdem weis selbst der Fahrdienstleiter in den seltensten Fällen, wie lange eine Sperrung genau dauern wird. Durch all diese Punkte ist es kaum möglich um eine genaue Prognose im System zu hinterlegen.

Ich will die von mir auch schon oft erlebte schlechte Informationspolitik der Bahn nicht verteidigen, aber es ist nicht immer ganz so einfach wie man es sich als Außenstehender vorstellt.


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