Wieso keine SFS Köln-Ruhrgebiet-Hamburg? (Aktueller Betrieb)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 26.09.2011, 16:31 (vor 5408 Tagen) @ JumpUp
bearbeitet von Oscar (NL), Montag, 26.09.2011, 16:34

Hallo JumpUp,

Aber wieso gibt es denn keine Planungen um schnell von Ruhrgebiet aus nach Hamburg zu kommen (diese Strecke würde auch Züge nach Köln bedienen können).

1. nicht eindeutiger Fahrweg
2. vorhandene Strecke bereits gut ausgebaut
3. Kapazität wohl wichtiger als Geschwindigkeit

Die Vorteile bei dieser Strecke liegen hier doch klar auf der Hand, im Gegensatz zu KRM oder S21 Strecke ist das Gelände richtig flach.

Das ist Amsterdam-Eindhoven bei uns auch, genauso Amsterdam-Arnhem, Amsterdam-Enschede, Amsterdam-Groningen.
Dennoch liegen dort keine Rennbahnen...

Zusätzlich gäbe es außerhalb der Städte Osnabrück, Bremen und Münster wenig Protest, da das Gebiet dünn besiedelt ist und der Zug dort durchbrettern könnte.

Zwischen Zwolle und Groningen gäbe es außerhalb von Meppel, Hoogeveen und Assen auch wenig Protest...

Danke für Eure Infos, bin auch gespannt was gegen solch eine Strecke spricht.

Zu 1: in Gegensatz zu Hannover-Würzburg oder Köln-Frankfurt gibt es bei Dortmund-Hamburg keine eindeutig schnellere Strecke = die Streckenverbindungen via Hannover und Bremen sind im Moment etwa gleich schnell.
Würde man die Verbindung via Osnabrück ausbauen, dann profitiere Bielefeld nicht.
Würde man die Verbindung via Bielefeld ausbauen, dann profitiere Osnabrück nicht.
Würde man eine schnurgerade Strecke DO-HH in den Boden knallen, dann profitiere nur der Direktverkehr zwischen den beiden Ballungsraumen.

Zu 2: die beiden Strecken stehen schon von der Fahrzeit her relativ gut da. Dagegen ist man auf Stuttgart-Ulm deutlich langsamer unterwegs.

Zu 3: wenn die Strecken überlastet seien, ist Kapazität wichtiger als Geschwindigkeit. Schneller fahren wird das Problem alleine nicht lösen können.
Kapazität kann man aber auch billiger haben als mit Rennbahnen, z.B. mit Überholstellen, Beseitigung von Lafas, Schnellfahrweichen.
Es wäre auch eine Überlegung, eine Cargobahn anstelle einer Rennbahn zu bauen.

Zu NL: bei uns sind die Großstädte zu dicht aufeinander. Man fährt etwa 35-40 km mit Streckengeschwindigkeit und danach muss man bereits wieder bremsen. Und dort wo es lohnend sein würde, schneller zu fahren, ist der Fahrgastaufkommen bei den Zwischenbahnhöfen derart gering, das man dafür entscheidet, die ICs dort (teilweise) als RB fahren zu lassen, siehe Zwolle - Groningen/Leeuwarden.

Zu DO-HH: ich wäre eher dafür, Dortmund-Hannover zu beschleunigen, dazu eine Nord-West-Umfahrung von Hannover. Die Y-Trasse soll immerhin gebaut werden, und zudem beschleunigt man zugleich den Verkehr NRW-Berlin (immerhin 400 m Zug pro Stunde und Richtung) und einigermaßen auch die ICs Berlin-Amsterdam.
Dann also stündlich ICE DO-(HAM)-BI-HH und stündlich IC DO-MS-OS-HB-HH.
Problem ist dann wieder (Lokalpolitik mal wieder), dass "Walsrode ICE" (im Heidekreis) auch gerne eine Direktverbindung mit NRW haben möchte, und der Flughafen Hannover einen ICE-Halt ("genauso wie Stuttgart").


gruß,

Oscar (NL).


EDIT: bemerkte gerade, dass "Mario" mir bezüglich DO-HH vor war.

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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