Lanzenbruch für S21 (Allgemeines Forum)

lokuloi, Dienstag, 25.11.2025, 16:37 (vor 101 Tagen) @ JeDi

Wer soll das so entscheiden? Wer hat den Willen und die (politische) Macht dazu? Da sehe ich weit und breit niemanden. Vor allem nicht ohne riesigen Gesichtsverlust. Und nein - mMn ist das nichts, was von der DB entscheiden werden könnte oder sollte. Die kann sich da nur noch die Finger verbrennen.

Der Gesichtsverlust ist ja eigentlich schon, dass überhaupt der Parallelbetrieb stattfinden soll. Ein weiteres Indiz dafür, dass ein dauerhaftes „oben“ zumindest kein Denkverbot mehr ist dürfte der Verzicht auf das neue Empfangsgebäude sein.

Kann man so sehen, sehe ich aber ehrlicherweise nicht so.

Es war ja eigentlich schon von Anfang an abzusehen, dass für die Inbetriebnahme größere Sperrungen für die Anschwenkungen notwendig sind. Dass es da Zeitpunkte geben wird, wo teilweise noch die alte Infrastruktur genutzt wird und teilweise schon auf der neuen gefahren wird, während andere im Umbau sind, finde ich wenig überraschend. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass gesagt wurde, dass die Umstellung auf einmal zu einen bestimmten Stichtag erfolgt. Kann aber sein, dass das so war. Trotzdem sehe ich da in der politischen Dimension eine andere Größenordnung als bei einem dauerhaften Weiterbetrieb des Kopfbahnhofs.


Rein von der verkehrlichen Wirkung her wäre vermutlich am meisten gewonnen, wenn der Parallelbetrieb zum (optimierten) Langzeitprovisorium wird. Für in Stuttgart endende Züge, für HVZ-Verstärker, vielleicht auch für die innere Gäubahn - und insgesamt als Kapazitätsreserve.

Ist da so? Die Vorzugslösung (auch z.B. des Baden-Württembergischen Verkehrsministeriums) ist ja die T-Spange bzw. das Nahverkehrsdreieck. Das wurde als die sinnvollere Lösung als die Ergänzungsstation angesehen und diese nicht weiter verfolgt.

Und dann wird ja von den Gegner auch gerne angeführt, dass es sich um ein städtebauliches bzw. stadtplanerisches Projekt handelt, bzw. dass das der Ausgangspunkt war.

Gerade deshalb kann man da auch stadtplanerischer Aspekte nicht einfach außen vorlassen. Und „nur“ für etwas Kapazitätsreserve wird man (Stadt Stuttgart) auf die frei werden Flächen nicht verzichten wollen.


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