Korrektur (Allgemeines Forum)

Tobs, Region Köln/Bonn, Samstag, 05.03.2022, 18:11 (vor 1493 Tagen) @ mrhuss

Frankfurt >< Paris sollte meines Erachtens via Brüssel, als Verlängerung der bestehenden Linie angeboten werden, umso möglichst höchstlukrative Abschnitte (Brüssel >< Paris und Frankfurt >< Köln, zusätzlich zum Reiseverkehr Frankfurt >< Paris zu bündeln).


Hat nur leider den Schönheitsfehler, dass Frankfurt-Brüssel-Paris fast eine Stunde länger dauern würde als Frankfurt-Straßburg-Paris.

Mea culpa - Du hast natürlich vollkommen recht. Da unterlag ich der Freudschen Fehlleistung, dass Frankfurt >< Paris in 3 h 45 gefahren werden könnte. Habe nun die Zeiten herangezogen; es sind natürlich 4 h 29 (= 3 h 21 Thalys und 1 h 08 ICE K >< F) vs. 3 h 48 via Strasbourg.

Dennoch bleibe ich bei meiner Aussage, dass sich diese Verbindung dennoch lohnt, in dem Sinne, dass lukrative Abschnitte (z. B. Köln >< Paris und Frankfurt >< Brüssel) so bündeln lassen. Wie Du korrekt anmerkst, wäre Frankfurt >< Paris dessen ungeachtet auf "direkterem" Wege anzubieten.

München >< Paris würde ich tendenziell ausschließlich über Saarbrücken, mit ICE (statt TGV) führen, umso die innerdeutsche Nachfrage bestmöglichst abzudecken. In Frankreich würde dann ohnehin lediglich Paris angefahren werden.


Würde 30-40 Minuten länger dauern.

Auch hier saß ich dem Irrtum nahezu identischer Reisezeiten auf. Für Paris >< Stuttgart via Strasbourg finde ich 3 h 14 vs. 3 h 37 via Mannheim (= Mannheim >< Stuttgart 0 h 37 und Mannheim >< Stuttgart 3 h 00). Erinnert ein wenig an Paris >< Lausanne, wo ebenfalls via Genève ca. 15 Minuten "verloren" werden. Verkraftbar, auch wenn der Zeitverlust signifikant wäre. Andererseits plane TGV Lyria Lausanne zukünftig rein über Genève anzusteuern. Offensichtlich würde die höhere Auslastung den Zeitverlust überkompensieren - so zumindest meine Lesart. Übertragen auf die DB wäre die Frage daher, ob die innerfranzösische Bedienung Paris >< Strasbourg lukrativer als die innerdeutsche Bedienung Saarbrücken >< Stuttgart/München wäre.

Wie dargelegt, gehe ich perspektivisch davon aus, dass es zu einer Reaktivierung der Wintersdorfer Brücke kommen und in diesem Zuge, weder Saarbrücken noch Strasbourg von den heutigen Linien angefahren werden.

Strasbourg würde ich ausschließlich hinsichtlich der Relationen nach Barcelona/Bordeaux/Marseille anbieten, vielleicht ab Karlsruhe alternierend Richtung Frankfurt (und evtl. weiter Richtung Berlin/Hamburg/Köln) und Stuttgart/München.


Frankfurt-Marseille sind schon fast 8 Stunden. Da sind Verbindungen, die darüber hinaus gehen, für den Tagesverkehr fast irrelevant, auch wenn ich persönlich Frankfurt-Barcelona toll fände.

Mein Ansatz war hier eher, einzelne lukrative Teilabschnitte miteinander zu bündeln, so dass möglichst viele Direktverbindungen entstehen, ohne dass jemand dann wirklich von Barcelona nach Berlin durchfährt. :)

Auch die Relation Richtung Frankfurter Flughafen sollte ab Strasbourg im Fokus stehen.


Wozu? Gibt's da eine nennenswerte Klientel aus dem Elsass, die ab Frankfurt (und nicht z.B. ab Paris oder Mulhouse) fliegen wollen, die rechtfertigt, dass die Fahrt für alle anderen zum Frankfurter Hbf. länger dauert und der ein bahnsteiggleicher Umstieg nicht zuzumuten ist? Sind das wirklich mehr als die, die zum Frankfurter Hbf. wollen und ggf. weiter von dort?

Ich habe hier eher an die Belange des Flugverkehrs (Airrail) gedacht, denn irgendwo habe ich mal gelesen, dass Lufthansa eine eigene Busverbindung zwischen Strasbourg und dem Frankfurter Flughafen unterhält. Natürlich wäre zu prüfen, ob hinreichend Potenzial besteht, aber ich vermute doch schon. Mit einer Reisezeit von 1 h 47 (= 0 h 41 Karlsruhe >< Strasbourg und 1 h 06* Frankflug >< Karlsruhe) vs. 1 h 49 CDG wäre das in meinen Augen schon eine Konkurrenz für Air France hinsichtlich Langstreckenflügen.

* Im System findet sich mit Umstieg in ECE nach Milano sogar eine Reisezeit von 1 h 03. Rechnet man noch noch die Umsteigezeit raus, kommt man auf 0 h 54, also zwölf Minuten weniger. Da dürfte also noch Luft drin sein.

Die Frage des Umstiegs entfällt hier insofern, dass ich Airrail unterstellt habe. So und so ist ein bahnsteiggleicher Umstieg natürlich zumutbar. Auch wenn ich persönlich eine hohe Präferenz für Direktverbindungen hege (= verpasste Anschlüsse) und persönlich bei Flügen ab Frankflug gern Airrail hinzubuche, auch wenn es mit Sparpreis womöglich günstiger wäre.

Mir scheinen Deine Ideen nicht so durchdacht.

Definitiv. Schuldig im Sinne der Anklage. :)
Wobei ich das Ganze auch eher als Brainstorming sehe. Die Machbarkeit wäre natürlich kritisch zu prüfen und dafür fehlen die Möglichkeiten. Mir ging es mehr um den konstruktiven Austausch , wie jetzt z. B. mit Dir.


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