"Vierländereck" HU/SK/AT/CZ. (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 07.05.2021, 15:10 (vor 1805 Tagen) @ Siggis Malz

Hallo Siggis Malz,

Es ist mMn. sinnvoll in kleineren Ländern mit weniger finanziellen Möglichkeiten möglichst viele Potenziale zu bündeln und somit vielleicht auch etwas an der Fahrtzeit von A nach C zu verlieren, dafür aber tatsächlich eine wirtschaftliche Infrastruktur zu schaffen.
Schade finde ich, dass man aber weiterhin nicht Wien - Budapest über Bratislava und Györ führen will.
Das ist eine der potentesten Städteketten im Süd-Osten Europas und die wird völlig zerschnitten in Einzelrelationen.

Eine 300 km/h SFS Wien - Bratislava - Györ - (Balaton) - Budapest wäre auch von den Fahrtzeiten noch hochkompetitiv und würde mehrere Relationen bündeln und trotzdem ermöglichen, dass man Budapest - Polen nur über Bratislava und nicht Wien führt etc.. In Zeiten der EU sollte ein Grenzübergang mehr solche Projekte eigentlich nicht behindern, die Pandemie wird aber viele in dem jetzigen Denken bekräftigen.

So muss man weiterhin Züge aus Österreich oder Westeuropa in Wien "aufteilen" oder lässt Züge in Provinzbahnhöfen alla Bebra (Hegyeshalom) halten, damit man dort umsteigen kann.

In diesem "Vierländereck" gibt es einige Kleinstädte, die aktuell eine sehr hohe verkehrstechnische Bedeutung haben.
In Breclav (CZ) kreuzen die Magistralen Hamburg-Berlin-Dresden-Prag-Brno-Bratislava-Budapest und Warschau-Katowice-Ostrava-Wien.
In Prerov (CZ) kann der Reisende, kommend von Ostrava, zwischen Brno und Breclav wählen. Die Züge nach Wien und Bratislava befahren die 160 km/h Umgehungsbahn un halten nicht in Brno.
In Heygeshalom (HU) hat der Reisende aus Budapest die Wahl zwischen Wien und Bratislava.

1. Sollte man Knoten Breclav zugünsten HGV aufgeben?
Wenn beibehalten, dann macht HGV keinen Sinn, denn ab Breclav sind die Strecken nach Brno, Prerov, Bratislava und Wien alle im zweistelligen Kilometerbereich. Das schafft ein 200-230 km/h Zug auch. Ausbau für 200 km/h würde hier reichen und Breclav-Prerov könnte man sogar bei 160 km/h belassen.

2. Welche Rennstrecke sollte man bauen?
a. Brno-Wien
b. Brno-Bratislava
c. beide (Y-Trasse Brno-Breclav-Wien/Bratislava)

(mal angenommen: Prag-Brno-Prerov-Ostrava wird ohnehin gebaut)

Würde sagen: beide, wegen folgende Magistralen:

A. Hamburg-Berlin-Prag-Brno-Bratislava-Budapest
B. Warschau-Katowice-Ostrava-Wien-Graz-Maribor-Zagreb

Dann muss man aber, vom Norden kommend, in Ostrava oder Brno in den richtigen Zug umsteigen, denn in Breclav geht das dann nicht mehr.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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