Karwendelstrecke, Sammelantwort. (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 16.10.2019, 15:20 (vor 2549 Tagen) @ ThomasK
bearbeitet von Oscar (NL), Mittwoch, 16.10.2019, 15:20

ThomasK:

Zum Halbstundentakt zwischen München Hbf und Weilheim (Obb) kommen noch die drei Expresszüge, die gegenläufig fahren und die momentan mit den regulären Taktzügen eine Zugkreuzung in Oberau haben.

Generell halte ich nicht viel von mehreren Zuggattungen auf einer eingleisigen Strecke. Man braucht dann ganz viele Überholstellen. Dann sollte man es lieber gleich gut machen und die Strecke gleich doppelgleisig ausbauen. Lieber einmal richtig als zweimal halbwegs.

Bei uns möchte mancher Bahnfan satte 3 Zuggattungen auf der eingleisigen Sallandbahn (Almelo-Zwolle) sehen: a. eine RB (alle Halte, halbstündlich); b. ein RE (lässt einige kleine Halte aus); c. ein IC (Almelo-Zwolle nonstop).
Sorry, aber das geht nicht.

Ging es nach mir, würde ich bei der völlig unterdimensionierten Infrastruktur sowieso alle ICEs nach Garmisch-Partenkirchen rausschmeißen.

Zurecht; bei uns fährt der ICE International und der Berlin-IC ab Amsterdam ja auch nicht weiter nach Zandvoort, Den Helder oder Enkhuizen. Die Strecken dorthin sind nunmal zu dicht mit Regionalverkehr belegt.

Power132:

In Deiner Textflut hast Du aber nicht verstanden (?), wo ffz angesetzt hat.

Bin ich mir nicht sicher.

Es geht um eine umsteigefreie - saisonale - Verbindung direkt in die Urlaubsgebiete von Berlin/Brandenburg aus. Der IC(E) muss ja nicht im 30min Takt aber zu den Berliner/Brandenburger Ferienzeiten darf es gern ein oder zwei Verbindungen - gern auch eine davon über Nacht - geben.

Ich weiss nicht wie die Trassenvergabe in DE funktioniert, aber hier in NL gibt es einerseits Takttrassen und andererseits Freiraum. Letzterer ist für Cargos und Fernzüge, also die Züge die verspätungsempfindlich sind. Auf einer eingleisigen Strecke durfte der Freiraum gering oder sogar nonexistent sein, also verbleiben nur die Takttrassen.
Wenn man so einen Ferienzug einlegen möchte, dann müsste man eine Takttrasse aufgeben. Anders gesagt: es entsteht eine Taktlücke. Das ist heutzutage kaum noch verteidigbar.

Leider für uns ICE-Fans ist Garmisch-Partenkirchen kein Bourg St. Maurice (wohin man im Winter ab Paris mehrmals pro Tag in 4-5 Stunden direkt mit dem TGV kommt; Strecke ab Albertville eingleisig). Die FR-Strecke hat viel weniger Regios, also passen die TGVs drin.

ffz:

Solche touristischen Fernverkehrsleistungen gibt es auf mehreren Strecken im In- und Ausland und die Nachfrage bestäigt den Sinn dieser Züge, so zB den IC nach Berchtesgaden, die IC nach Oberstdorf, den IC nach Burg(Fehmarn), die IC nach Emden-Außenhafen...,

Wesentlicher Unterschied zu Garmisch-Partenkirchen: das sind alles Sackgassen.
In GAP kann man weiter nach Reutte und Innsbruck reisen.

Bei uns sind Den Helder und Enkhuizen Sackgassen, die Strecken Heerhugowaard-Den Helder und Hoorn-Enkhuizen meist eingleisig und es verkehren dort keine separaten RBs (diese Aufgaben übernimmt der "IC").

...die EC nach Klagenfurt, Villach,...

Sind die nicht etwa in den Österreich-Takt integriert?

und wer rum schreit hat selten recht und oftmals eine sehr schwache Argumentation.

Auch wenn "ThomasK" etwas viel Text für seine Stellungnahme braucht: ein Kern von Wahrheit ist da sicher und wohl drin.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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