Die KBS 960 ist nicht überlastet (Allgemeines Forum)

ffz, Dienstag, 15.10.2019, 22:02 (vor 2550 Tagen) @ ThomasK

Hallo,

bis 60 km/h Einfahrgeschwindigkeit sind 100m Durchrutschweg völlig ausreichend, bei den meisten Kreuzungsbahnhöfen sind im Überholgleis nur 60 km/h zulässig teiwleise weniger, bei den druchgehenden Hauptgleisen in den Bahnhöfen gibt es durch das ESTW Weilheim(Oberbayern) auf den meisten Bahnhöfen eine Durchrutschwegwahl, wodurch zeitgleiche Einfahrten möglich sind, wenn dann Durchfahrt gestellt werden kann ist im Ks-Siganl System ein Hochsignailisieren der Höchstgeschwindigkeit mögich und zulässig.

Dass die IC(E) länger brauchen zwischen München und Garmisch-Partenkirchen liegt daran, dass die ICE zwischen München-Pasing und Gauting planmäßig über die S-Bahn Gleise verkehren. Dazu noch die Kreuzungen mit der RB.

Auch wenn du dir das nicht vorstellen kannst die ICE sind nicht für die Pendler/Nahverkehrsfahrgäste da sondern sollen das Karwendelgebiet für die Touristen umsteiegfrei erreichbar machen und so eine Alternative zum Auto bieten. Das hat auf der Strecke eine lange Tradition.

Es wäre der BEG unbenommen gewesen schon bei der letzten Ausschreibung einen 2-stündlichen RE zu bestellen, die Fahrplanlücken die die heuteigen RE's nutzen sind so auch in den übrigen Stunden nutzbar. Allerdings wären es dadurch mehr Zugkilometer geworden und somit die Ausschreibung teurer. Da man aktuell noch nicht mal genung TalentII hat, die man nicht mehr nach beschaffen kann, um überhaupt das aktuelle Fahrplanangebot zu fahren, weil DB Regio TalentII für den UFEX abziehen musste, fahren schon heute einzelne RB's mit 111er/146er und Dostos.

Solche touristischen Fernverkehrsleistungen gibt es auf mehreren Strecken im In- udn Ausland und die Nachfrage bestäigt den Sinn dieser Züge, so zB den IC nach Berchtesgaden, die IC nach Oberstdorf, den IC nach Burg(Fehmarn), die IC nach Emden-Außenhafen, die EC nach Klagenfurt, Villach,...

Natürlich könnte man die Strecke 2-gleisig ausbauen, aber das dürfte keinen Kosten-Nutzen-Faktor über 1,0 bringen, weil die Strecke nicht an der Kapazitätsgrenze läuft, dazu wird das sehr teuer, weil dann viele Lärmschutzwälle und Lärmschutzwände neu gebaut werden müssen, Stichwort Allgemeinverordnung Lärm. Da gibt es Strecken im Raum München die mit wesentlich geringeren Investitionen sehr viel mehr Verbesserung bringen könnten und die deshalb eine sehr viel höhere Priorität haben dürften, so zB die Elektrifizierung der BOB nach Tegernsee, Lenggries und Bayrischzell.

Das "Problem" an solchen Ausbauten und Umbauten ist immer, dass wenn es eine Regionalverkehrsstrecke ist, das Bundesland die Ausbauten selber bezahlen muss und der Bund das nicht bezahlt.


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