NBS Augsburg - Ulm (Allgemeines Forum)

ThomasK, Sonntag, 03.03.2019, 13:50 (vor 2604 Tagen) @ ffz
bearbeitet von ThomasK, Sonntag, 03.03.2019, 13:52

Eine SFS an der Autobahn müsste auf 300 km/h aus gebaut werden um den gleichen Fahrzeitvorteil wie 2 neue beschleunigte Gleise entlang der Bestandsstrecke zu bringen, weil die Autobahn dort einen größeren Umweg nimmt.

Der Sachverhalt ist exakt umgekehrt.


Eine eigenständige NBS entlang der Autobahn ist nicht nur kürzer, sondern bietet wesentlich größere Fahrzeitverkürzungen.

Im Bundesverkehrswegeplan wurde schon nachgerechnet, dass eine eigenständige NBS entlang der Autobahn, die in Gersthofen in die Strecke Donauwörth - Augsburg eingefädelt wird, den bei weitem besten Nutzen/Kosten-Indikator hat.

Damit wäre eine Kantenzeit von 30 Minuten zwischen Ulm und Augsburg völlig ohne Probleme machbar, selbst bei Vmax = 250 km/h. Auf der Bestandsstrecke funktioniert aber genau dies nicht.

Eine eigenständige NBS könnte bei Günzburg ohne Probleme über eine Zwischenverbindungsstrecke nach dem Vorbild der Direttissima Firenze - Roma mit der Bestandsstrecke verbunden werden, damit einzelne Züge, die die NBS benutzen auch in Günzburg halten könnten.

Die Italiener nennen diese Zwischenverbindungsstrecken zwischen der NBS und der Bestandsstrecke Interconnessione. Zwischen Firenze und Roma gibt es nicht weniger als zehn Interconnessione.

In Deutschland wurde im Prinzip topologisch eigentlich nur eine einzige echte Zwischenverbindungsstrecke realisiert und das war der Sonderfall Stendal.

Abgesehen davon ist der Bauablauf wesentlich einfacher und eine eigenständige NBS hat zudem den Vorteil, das man die Bestandsstrecke nicht mit jeder Menge Berliner Mauern zuballert und somit bei jedem Stadtplaner und Architekten Augenkrebs vermieden wird.

Eine kürzere NBS bewirkt zudem Effizienzgewinne in der Produktion.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum