NBS Augsburg - Ulm (Allgemeines Forum)

Murrtalbahner, Donnerstag, 28.02.2019, 20:11 (vor 2604 Tagen) @ ffz

Hallo,

eine Umgehung von Ulm als SFS ist politisch nicht Durchsetzbar und auch nicht Sinnvoll, da Ulm selber nach Augsburg die größte Quelle für Pendler/Reisende nach München ist, zudem wäre die NBS/SFS dann Nachts nicht für den Güterverkehr nutzbar, gerade auf dem Abschnitt ist das aber gefragt, da die Strecke viel Güterverkehr hat und Steigungsarm ist. Da der Abschnitt Ausgburg-München-Pasing schon gebaut ist für 230 km/h macht es aus meiner Sicht wenig Sinn eine NBS/SFS neben die Autobahn zu bauen. Der Abschnitt Dinkelscherben - Augsburg ist bereits seit einigen Jahren für 200 km/h aus gebaut, wird allerdings aktuell nur für Fahrzeitreserven genutzt, da die Züge sonst nicht in die Taktknoten passen. Von der Fahrzeit her und der notwenidigen Beschleunigung für einen Deutschlandtakt ist ein Ausbau auf 230km/h und 4-Gleise der alten Strecke völlig ausreichend, vor allem müssen die Kurven zwischen Dinkelscherben und Neuoffingen aus gebaut werden, die sind aktuell das größte Betriebshindernis.

Eine SFS an der Autobahn müsste auf 300 km/h aus gebaut werden um den gleichen Fahrzeitvorteil wie 2 neue beschleunigte Gleise entlang der Bestandsstrecke zu bringen, weil die Autobahn dort einen größeren Umweg nimmt.

Das ist ziemlicher Käse was du schreibst. Eine ausgebaute Altstrecke wird nie die Fahrzeitvorteile bringen wie eine NBS. Das ist bereits durch Studien belegt. Bei dem Minuten-Unterschied geht es nicht mehr oder weniger um die Einhaltung der Kantenzeit für einen Knoten in Ulm UND Augsburg. Das ist nur mit NBS möglich, auch ohne 300 km/h. Nicht vergessen darf man auch, dass eine NBS entlang der A8 auch für Güterzüge wertvoll sein kann, die dann den Lärm aus den Orten bringt. Eine 4gleisige Strecke bringt nur noch mehr Bahnverkehr in die Orte und eine 4gleisige Strecke plus Lärmschutz zerschneidet noch mehr die Ortschaften. Schau mal ins Oberrheintal. Da braucht man sich über Widerstand nicht wundern.

Den Anschluss für die Güterzüge kann man auf Höhe Dornstadt schaffen, wo alle drei Verkehrswege zusammentreffen: A8, NBS und Altbaustrecke, dann geht es entlang der A8 bis Leipheim, wo die Ausfädeldung in die Altbaustrecke erfolgen kann - oder aber weiter über die NBS. Die Umfahrung Ulms kann dann vornehmlich von Güterzügen verwendet werden. Oder: Es soll ja ein 30min-Takt Stuttgart-München entstehen. Jeder zweite ICE würde damit den Knoten Ulm verpassen. Die könnte man dann tatsächlich via NBS an Ulm vorbei führen.

Das Problem daran ist aber, dass kein Mensch der DB mehr vertraut. Deswegen gibt es sofort Widerstand, wenn um eine Stadt wie Günzburg eine Strecke herum gebaut werden soll. Man schaue nur mal nach Jena...


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