Es gibt aber einen Unterschied (Allgemeines Forum)

Lumi25, Samstag, 06.10.2018, 02:23 (vor 2747 Tagen) @ Henrik

Das ÖPNV-Netz von Hamburg hätten gewiss die allermeisten Städte in Frankreich am liebsten sofort.

Das wage ich mal stark zu bezweifeln. Der ÖPNV in Hamburg ist einer Großstadt mit 2 Millionen Einwohnern nicht würdig. XXL-Busse die Stoßstange an Stoßstange fahren damit ja keine böse Straßenbahn gebaut werden. Das ist echt ein Witz. Die paar U-Bahnen decken nun mahl nicht ganz Hamburg ab und die U5 wird auch Jahrzehnte brauchen bis diese vollständig realisiert ist.

Köln & Ruhrgebiet.. joa,
geh nur mal ein paar km weiter südwärts, mit Bonn eine ÖPNV-Vorzeige Stadt,
nebst Dresden, Würzburg.


Du willst mich wohl auf den Arm nehmen. Bonn als Vorzeigestadt im ÖPNV das ich nicht lache.

Die Hardtbergbahn gibt es bis heute nicht. Die ganzen Buslinien zum Hardtberg oder Venusberg stehen ebenfalls im Stau.

Stadtbahnverlängerungen nach Mehlem oder Straßenbahnverlängerungen nach Hersel kommen auch nicht voran.

Seit Verwirklichung der U-Bahn in Bad Godesberg hat sich in Bonn eigentlich nichts nennenswertes mehr getan obwohl es dringend nötig wäre.

Wieso sollten entsprechende Korrekturen unmöglich sein?
Im Gegenteil, erscheint das billige, einfache System in Frankreich reichlich starr und wenig offen für Neues, für Veränderungen.
Die NBS hierzulande, das Hochleistungsnetz fand ihre größte Begründung im Güterverkehr - nach wie vor bzw. erst recht.
Frankreich leistet sich den Luxus, kaum Güter auf der Schiene zu transportieren
und ihre NBS lediglich mit ihren teuren TGV zu befahren (die von innen jedoch äußerst billig aussehen), so sich also kaum rechnen. und lassen ihre TGV ganz einfach stehen, wenn die Auslastung nich so recht passt.


Was hat sich denn auf der SFS Hannover-Würzburg seit Eröffnung nennenswert an Neuverkehren ergeben? Eben nichts. Es verkehren die selben Taktlinien heute wie bei der Eröffnung 1991.

Schau Dir dagegen mal die französischen LGV an.

Der TGV fährt aber seine Vmax. auch oft aus. Die DB AG dagegen bestellt 250 km/h-Züge für Routen wo über 90% nicht mehr als 200 km/h möglich sind. Für 5-10 Minuten Fahrzeitgewinn HGV-Züge für 250 km/h zu bestellen kann sich nur ein Staatsunternehmen leisten.

Vom Komfort her hat sich die DB AG mit ihren ICE immer mehr dem TGV angenähert. Nur gibt es einen entscheidenden Unterschied. Viele TGV-Züge fahren nicht länger als 4 Stunden dafür ist der Komfort auch angemessen. Der ICE dagegen hat etliche Routen wo die 4 Stunden deutlich überschritten werden und das mit dem unterirdischen Komfort.

Mir hat der Nacht-ICE Köln-München 1.Klasse ein mal gereicht. Ab Karlsruhe tat mir der Hintern vom Sitzen weh.

Die IC-Wagen ohne Modmist waren wenigstens für solche Tagesreisen ausgelegt der ICE ist es nicht.


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