Reisedistanz in der Schweiz höher als in Deutschland (Allgemeines Forum)

Aphex Twin, Freitag, 05.10.2018, 14:13 (vor 2749 Tagen) @ Irgendware

So verschieden sind die Schweiz und Deutschland nicht. Laut Litra legt der deutsche Reisende pro Fahrt 34 km zurück - der schweizerische aber 34.2 km. Ja, in Deutschland sind sehr lange Fahrten möglich, aber diese bestimmen nicht die durchschnittliche Reisequalität.


Da gibt es sicher schon eine große Ähnlichkeit zwischen Deutschland und der Schweiz.
Jedoch gibt es mehrere Punkte, die auch einen großen Gegensatz darstellen:

- Deutschland hat durch die Häfen ein erheblich höheres Güterverkehrsaufkommen und damit wesentlich mehr Mischverkehr, als die Schweiz
- Sicherlich nicht nur bedingt dadurch wesentlich höhere Betriebsqualität in der Schweiz
- Die großen Distanzen, die sich in Deutschland zurücklegen lassen, machen auch das Flugzeug zum konkurrierenden Verkehrsmittel

Mit einem ITF lässt sich im Bereich des Regionalverkehrs sicher viel optimieren.
Im Fernverkehr sehe ich diesen jedoch skeptisch, denn aufgrund der Überlastung des Netzes gibt es nunmal eine Menge Verspätungen.
Dort wo heute bereits theoretisch gute Anschlüsse existieren, gehen diese meistens schief (z.B. ICE Knoten Mannheim).
Was nützt mir der ITF, wenn dann einfach alle Anschlüsse weg sind?

Daher wäre ich froh wenn im Fernverkehr man nicht den Fokus auf den ITF, sondern auf die Schließung der Lücken im HGV-Netz und Beseitigung von Engpässen legen würde (z.B. Münster-Lünen-Dortmund).

So, anstelle Reisen um 30 bis 60 Minuten durch bessere Umsteigeverbindungen (durch bessere Pünktlichkeit und passendere Anschlüsse) zu verkürzen, lieber 30 bist 60 Minuten durch zahlreiche VDE8-artige Strecken gewinnen? Bist Du sicher dass die zweite Lösung billiger ist?

Grundsätzlich stellt sich natürlich auch die Frage was wichtiger ist: Reisen über oder unter z.B. 300 km zu beschleunigen?


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