Mein Vorschlag... (Allgemeines Forum)

moonglum, Hagen, Montag, 10.09.2018, 08:57 (vor 2799 Tagen) @ ICETreffErfurt
bearbeitet von moonglum, Montag, 10.09.2018, 08:58

Wenn man die ganzen Pseudo-Diskussionsfäden mal beiseite lässt, denke ich, dass nahezu jeder eingefleischte Bahnfreund klare konstruktive und sinnvolle Vorschläge machen könnte. Allerdings dürfte dank der kybernetischen Abhängigkeit der einzelnen zu tätigenden Aktionen die STEUERUNG ZUM GUTEN ENDE NUN AUFWÄNDIGER UND SCHWIERIGER sein denn je. Und mit jedem Tag wird es schwieriger.

Vor einer Reihe von Jahren wurde immer mehr mir bekannten Mitreisenden und mir klar, dass diese Verquickung aus Kostensenkungsdruck, Politikdirektive und vor Allem der Beratung durch McK. ein Gefahrenpotenzial innewohnt, was anderorts schon vielfach mit dem Resultat VERBRANNTE ERDE geendet ist. Ich hatte das hier einmal geposted und das übliche Unverständnis geerntet.

Nun haben wir 2018:
Aus Sicht des Kunden, nehmen wir mich in Hagen, gilt mehr denn je:
Es ist weniger sicher denn je, dass ich zu einem Termin pünktlich eintreffe, wenn ich den Zug nehme. Dafür sind die Unwägbarkeiten viel zahlreicher geworden.

Anschlüsse warten nicht,
Pünktlichkeit ist derzeit nur zu oft unterirdisch (und das im Sommer!)
Man muss bis zu 2 Stunden Sicherheitspuffer PRO FAHRTR einkalkulieren und endet seit den Billigfahrkarten nur zu oft in vollkommen überfüllten Anschlusszügen - besonders in Mannheim, die dann ggf. noch länger warten und ggf. teilgeräumt werden müssen...

Was nützt es mir da, dass das Ticket in der A-Klasse mich nur 22,40 Euro kostet?
Ich würde gern das 3-fache, also 67,20 bezahlen, auch das 4-fache, wenn denn der Rest inkl. Bistro funktionieren würde.

Inzwischen zeigte auf meinen letzten Reisen auch das RIS immer öfter immer mehr Unsinn an, und das kann dann fatale Folgen haben:

Am Samstag vor einer Woche beginne ich eine Reise zur Sicherheit 2 Stunden und 20 Minuten vor Abfahrt meines ICE nach Basel in Köln:

S8 schien laut RIS mit 20 min. Verspätung von Hagen südwärts zu fahren, das RIS zeigte die Bewegung des Zuges Haltepunkt für Haltepunkt an: In Wirklichkeit fuhr diese S8 aber gar nicht, sie war ausgefallen. Also nahm ich die nächste S8 und kam gerade noch rechtzeitig für den ICE nach Köln in Wuppertal an. RIS zeigte für den ICE +15 an, dann mal kurzzeitig: +90, dann wieder +15.
Eine Minute vor Ankunft in Wuppertal kam die Durchsage, der Zug falle aus. Im RIS: +15.
Also mit der RB nach Köln. Für den Böschungsbrand bei Leverkusen konnte die Bahn nix. Umleitung via Güterbahn ab Opladen nach Köln bringt reichlich Verspätung, der ICE nach Basel fährt heute bereits zur Minute 40 ab, wir sind zur Minute 39 in Köln. Zig Reisende hechten die Treppe von Gleis 8 herunter, auf Gleis 7 herauf, die ersten sind oben, sprinten zur offenen Tür den ICE. Diese schließt sich. Der Zug fährt ab - ohne zahlreiche voll bepackte Reisende nach Süden. Leider konnte man auch keinem ZUB etwas zum Anschluss sagen/fragen im RB, da derselbige (Nationalexpress) ohne Zugbegleiterpersonal unterwegs war.

Übrigens kam ich nicht mehr an jenem Tag zum Ziel (Genf). Also ab zurück nach Hagen.

Der ICE retour wurde pünktlich angezeigt in Köln Hbf, kam (auch im internen RIS stand nichts laut wartendem ZUB) aber de facto 25 Minuten später. Die RIS-Daten stimmten wieder nicht. Dann sollte es wegen des Brandes über Ddorf anstatt Solingen gehen. Aber erst gab es technische Probleme am ICE in Köln selbst. DIe Verspätung wuchs weiter. Dann ging es schön langsam zw. Ddorf und Gruiten übers S-Bahngleis, da uns auf dem einen Ferngleis ein RE entgegenkam, der anscheinend nicht einige Minuten warten konnte in Gruiten. DIe Verspätung wurde noch größer.

Um 13:20 war ich an meinem S-Bahnsteig fahrbereit.
Um 17:40 war ich wieder in Hagen Hbf.

Hätte das RIS am Anfang die korrekten Infos angezeigt (zur S8), wäre ich mit der pktl. S8 in Richtung Hagen Hbf gefahren und von HA direkt nach Köln oder via Bochum nach Köln. So aber wurde ich durch falsche Information zu ungünstigen Schlüssen geführt.

Belehrt wurde ich von den großartigen und so klugen Experten in diesem Forum, dass ich ja via Twitter hätte meinen Anschluss-ICE melden sollen. Ich hab diesen Post mal Mitreisenden vorgelesen. Lachen und Kopfschütteln....
Wenn das so ist, woher man das wissen solle...
Servicewüste Bahn...
Der Kindskopf soll sich doch f.... gehen...
usw.

Kurzum:
Es kann immer noch weiter bergab gehen, ich bin ehrlich, vor 10 Jahren fehlte mir noch jegliche Fantasie dafür, dass immer mehr Probleme eine Zugreise immer mehr komplizieren oder gar unmöglich machen. Und ich ahne: Wir haben das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Wenn demnächst verspätete Züge über andere (schnellere) Strecken umgeleitet werden ist ja nicht einmal mehr sicher, dass der IC/E überhaupt am Bahnhof kommt und halten wird. Dann würde ich sagen, ist es aus.
Mag sein, dass die McK. beratene DB (und sie wäre nicht der erste Großkonzern) massiven Schiffbruch erleidet und sich im Versuch des Preiskampfes zu Flixbus und Co. mit den Billigtickets endgültig selbst versenkt.

Dann wird die kommende Entlassungswelle allerdings eine gigantische Hausnummer größer sein als bisher, und dann wird wieder noch mehr Personal fehlen und dann .....

McK. wird auf alle Fälle seine horrenden Rechnungen bezahlt bekommen!

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Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV


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