Verwalter mit siebenstelligem Gehalt? (Allgemeines Forum)

musicus, Dienstag, 10.01.2017, 16:35 (vor 3407 Tagen) @ GUM
bearbeitet von musicus, Dienstag, 10.01.2017, 16:35

In meinem Gedankenszenario sind zwei Veränderungen in der Denkweise der Bahn notwendig, um langfristig & nachhaltig erfolgreich zu sein:
+ Es gibt irgendeine Art Mindestpreis auf Vollkostenbasis. Energieverbrauch, Materialeinsatz, Personalkosten und irgendeine Flottenerneuerungspauschale ergeben einen Mindestfahrpreis.

Sehe ich gerade für den FV nicht kommen. Man muss unbedingt die Gratwanderung zwischen Qualitätsprodukt und attraktiven Sparpreisen (ab 29€) wahren! Grundsätzlich dumm finde ich diesen Ansatz nicht, man muss eben wissen, wie weit man es damit treibt...

Dieses Mindestpreisszenario ist interessant. Es besagt, dass der "höchste Stammkundenpreis" also Flexpreis BC 50 unter dem 1. Klasse Sparpreis liegen muss. Das ist gut!

Nicht ganz. Es besagt durchaus, dass beide Preise gleichauf liegen können. Bei manchen Langstreckenrelationen könnte es sogar werbewirksam sein, den 1. Klasse SP um 2-3€ auf den nächst niedrigeren x9€-Preis abzurunden

Die 2. Klasse wird auf 2 Wagen in diesem Zug verkürzt

Wozu?

Ist natürlich komplett OT, weist aber auf einen Imgaträger hin. Für die breite Öffentlichkeit und nicht-Eisenbahnfans gibt es ja nur noch zwei DB Bahn-Produkte weiß und rot.

Tja, das IR/IC-Netz wurde ja praktisch in die Bedeutungslosigkeit verabschiedet, indem man den öffentlichkeitswirksamen Dualismus NV vs. ICE geschaffen hat. Auch die Frage von Image wird daran verhandelt werden, was der ICE leisten soll. Ich bleibe dabei: Anstatt vier Klassen in zwei Produktkategorien anzubieten, wäre es meiner Meinung nach zielführender je zwei Klassen in drei Produktkategorien zu haben, dann hätte die höchste Klasse in der höchsten Produktkategorie auch ausreichend Strahlkraft. Ein solides B-Netz (IC/IR) scheitert leider an der politischen Großwetterlage

Im ICE/IC-Netz bleibt es vorerst bei 2 Reiseklassen
Ein Premium-Angebot á la Railjet Steuerwagen wird sich wohl nur auf einigen Metropolverbindungen und zu Seehäfen lohnen.

Es braucht kein "premium"-Angebot, wenn der Unterschied zwischen den beiden Klassen deutlich genug ist.

Da unterscheidet sich unsere Auffassung, was das Meinungsbild vielfältig macht.

Mag sein, aber für vier, fünf oder sechs Klassen mit sich minimierenden Unterschieden kann ich mich einfach nicht erwärmen, schon wegen der sich daraus ergebenden, sich maximierenden tariflichen Komplikationen.
Keep it simple!

Im B-Bereich könnte darüber nachgedacht werden die extrem niedrigen Sparpreisstufen immer an das Zugende zu buchen und diese Waggons leicht von 80 auf 88 Plätze (IC) aufzustocken.

Also eine 4. Klasse? Ich bleibe dabei: Zwei Klassen würden reichen, wenn die qualitativen Klassendifferenzen wahrnehmbarer und die klasseninternen Preisspreizungen geringer würden.

Die heißt natürlich nicht so!

Sie ist es aber.

Sparpreiskunden erhalten halt plötzlich eine Inklusivresiervierung

Sollten sie längst!

und befinden sich dann im nur leicht dichter gepackten B-Bereich. Draußen steht dann Sparpreisbereich (ohne gesonderte vollständige Trennung).

Mir erschließen sich Sinn und Vorteile dieser Modifikation nicht. Im ICE 4 ist die Grenze der Packdichte bereits erreicht!

Bei iFluggesellschaften und Hotelketten haben sich aber erstaunlicherweise mehr als 2 Segmente bewährt. Neben Standard-Punktesammler silber und gold.

Ja und? Bei der DB: Punktesammler, Silber (bahn.bonus comfort), Gold (1. Klasse)

Ähnlich ist es bei (unbezahlten) Bloggern: Da gibt es Hunderte Berichte über 1. Klasse Flüge und riesige Lounge-Komplexe. Über den Economy Flug schreibt fast niemand, außer welcher Sitz gut und welcher Schrott ist (z. B. letzte Reihe im LH A320 NEO).

Über die 1. Klasse-Fahrt in der Bahn bloggt auch kaum jemand...

Über die Premium-Fahrt oder einen Panorama-Zug schon.

Und wo? Gibt's da nen Link zu einem Premiumzugblog?

So gesehen müsste die 1. Klasse "normal" leicht aufgewertet werden mit guten Sitzen und 48 Plätzen pro Waggon. Klassenfaktor bei allen Angeboten auf 1,40-1,50. Schließlich ist das die entscheidende Kundenschnittstelle für mehrere Stunden.

Ein fester Klassenfaktor killt aber erforderliche günstige SP-Stufen in Klasse 2 bzw. verramscht das Premiumprodukt weiterhin. In meinen Augen sollte es preislich eine spürbare Einstiegsschwelle (s. Preismodell oben) in die 1. Klasse geben, während über eine steiler verlaufende Preisdegression, Langstrecken in der 1. Klasse zu mehr Attraktivität zu verhelfen. Preissensible Kundschaft und Kurzstreckenfahrer bzw. "Fernpendler" würden somit in die 2. Klasse gelenkt, während für komfortbewusste und besonders Langstreckenreisende mit einer attraktiven 1. Klasse höheres Identifikationspotential mit dem Verkehrsträger Bahn geschaffen werden könnte.

Das klingt interessant. Hat beides seine Vorteile, der feste Multiplikator würde es theoretisch ermöglichen auch kurzfristig Upsellings zu verkaufen.

...was keine Frage fester Multiplikation ist, s. 12€-Upgrades.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum